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Sonntag, 18. Mai 2008

Neonazis für Israel?

Neue Phänomene ist mensch inzwischen ja von Nationalen Sozialisten gewohnt. Sie spielen Musik von den Scherben oder den Ärzten, tragen black Block-Klamotten oder die Kufiya. Sogar das Antifasymbol klauen und verändern sie. Das einzige Symbol was für Antifaschisten als unverkennbar antifaschistisches Symbol blieb waren Nationalflaggen, zum Beispiel - und vor allem - die von Israel.
Inzwischen gibt es aber sogar "Nationale Sozialisten für Israel". Das wirft natürlich einige Fragen auf. Ist diese Strömung, sofern mensch das so nennen kann, ein Fake? Wo finden sich Überschneidungen zwischen Nazi-Ideologie und Israelsolidarität? Haben die Nazis ihren Antisemitismus vielleicht sogar überwunden? Falls ja: Wird es nun neben einer antiimperialistischen Querfront zwischen linken und rechten Antiimps eine weite Querfront zwischen linken und rechten israelsolidarischen Aktivisten geben?

Ich möchte versuchen auf diese Fragen, der Reihe nach, Antworten zu geben, beginnend mit der Frage:

Ist diese Strömung, sofern mensch das so nennen kann, ein Fake?
Diese Frage liegt nahe, haben Nazis doch selbstredent Juden und damit auch den jüdischen Staat als Erzfeinde auserkoren.
Für diese Betrachtung nehmen wir aber einmal an, dass es sich hier um keinen Fake handelt. Sowohl Kommentare auf dem Blog der "NaSofI"[1] wie auch die Argumentation der Nationalen Sozialisten lässt dies zumindest theoretisch zu, wie sich zeigen wird.

Wo finden sich Überschneidungen zwischen Nazi-Ideologie und Israelsolidarität?
Um diese Frage zu beantworten muss mensch sich erstmal ansehen, wie die "Kameraden" argumentieren. Dass Nazis nicht mehr die "Anderswertigkeit der Rassen" propagieren sollte bekannt sein. Ihr Rassismus ist dennoch nicht verschwunden, sondern äußert sich in ihrem Ethnopluralismus. Dem nach ist jede Ethnie in einem Teil der Welt verwurzelt und darf dort in ihrem "natürlichem Lebensraum" - wohlgemerkt rassisch homogen - leben.
Die NaSofI fordern genau diesen Ethnopluralismus auch für Israel, wenn sie schreiben, dass "[j]edes Volk [...] seine Tradition, sein Territorium und seinen Platz in der Geschichte [hat] - und dazu gehört auch Israel." [2] Damit werden Menschen (hier: Juden) via rassistischer Argumentation an ein Fleck Land gebunden. Neu ist das, wie gesagt, nicht. Neu ist nur, dass dieser Ethnopluralismus erstmal auch ausdrücklich von Rechten für Juden gefordert wird.

Erstmals werden Juden auch als "ein gesundes und starkes Volk"[3] betrachtet. Dass "[e]in starkes Volk [zu leben] verdient [hat ...] und ein krankes zu sterben" [3] machen die Autoren von vorne her rein klar. Auch diese Argumentation ist rassistisch, wo wir eindeutig bei den Überschneidungen zwischen wahnsinniger Rassentheorie der Nazis und Israelsolidarität andererseits wären.

Haben die Nazis also ihren Antisemitismus sogar überwunden?
Schaut mensch sich die Artikel genauer an, wird schnell deutlich: ohne Antisemitismus funktioniert bei Nazis keine Israelsolidarität - so paradox dies auch klingen mag. Hinzu zu der bereits besprochenen rassistischen Argumenatation gesellen sich leicht erkennbare antisemitische Argumentationsmuster.

Freilich: In dem ersten Absatz des "Warum Israel" [2] Textes setzen sich die Nazis ungewöhnlich selbstkritisch mit ihren Feindbildern und ihrer Ideologie auseinander. Trotzdem wird dem angesprochenem Absatz nicht klar widersprochen; weßhalb mensch annehmen muss, dass auch die NaSofI Israel eine Mitschuld "an nahezu allem politischen Elend in der Welt" anlastet. Auch dies gehört zum Standartrepertoire neonazistischer Antisemiten.

Darüberhinaus wird Juden in Deutschland bzw. ethischen Minderheiten generell ein "Zersetzungswerk" zugeschrieben - eine Argumentation die gewiss geistiges Erbe der nationalsozialistischen Rassentheorie ist.
Ein Absatz zeigt besonders deutlich wie antisemitisch geprägt die NaSofI denken:

Es lag in der Natur des Zustandes der Diaspora, dass sie [die Juden] gar nicht anders konnten, als sich in anderen Völkern einzunisten. Wer kann es ihnen verdenken, dass sie den Schritt zur vollständigen Assimilation nie getan haben, dass sie immer - und erfolgreich! - ihre völkische Identität gewahrt haben? Die Progrome, die Vertreibungen, die Inquisition, sie sind ebenso verständlich; Selbstverteidigungsakte bedrohter Völker. In diesem Kontext ist auch der sog. "Holocaust" zu sehen, aber keinesfalls zu verteidigen.[3]
Juden werden per se als volksfremd und andersartig deklariert - obwohl sie sich selbst mehreitlich als Deutsche, Franzosen, Amerikaner usw. sahen!
Auch ohne Geschichtsrevisionismus kommt der Artikel nicht aus, fordert er doch Verständnis für die Shoah, quasi als (wenigstens eine) mögliche Antwort auf das "Weltjudentum". An dieser Stelle zeigt sich besonders deutlich, dass der Antisemitismus nicht verschwunden ist.

Laut NaSofi-Logik haben Juden auch einen Staat gegründet und damit verbunden "fremde Elemente vertrieben (das Säuberungswerk dauert immer noch an)" [3]. Auch hier bedienen sie Ressentiments gegenüber der israelischen Staatsgründung, die durchaus antisemitisch konnotiert sind.

Wie sieht es nun also aus mit der Querfront?
Eine Querfront zwischen Antideutschen und NaSofI ist mit Gewissheit auszuschließen. Schaut mensch sich die Argumentation der Nazis an, wird deutlich, dass sich hier nicht viel mehr finden lässt als eine Abkehr vom klassischem Antisemitismus. Dennoch strotzt die Argumentation vor Rassismus und Antisemitismus - ein Fundament auf dem niemals eine Querfront zwischen Antideutschen und Nazis zu Stande kommen kann.

Anders verhält es sich mit Neokonservativen, wie sie vielfach auf Politically Incorrect rumgeistern. Die Schnittmengen, zwischen deren dominierendem Israelverständniss und den NaSofI dürfte um einiges umfassender sein. Antifaschisten sollten ihr Augenmerk besonders darauf richten, damit die Nazis keinen Zulauf von neokonservativen und (vermeintlich) israelsolidarischen Menschen bekommen.


[1] z.B. https://www.blogger.com/comment.g?blogID=2110833648563053968&postID=5044260266102646803
[2] http://nasofi.blogspot.com/2007/12/warum-israel.html
[3] http://nasofi.blogspot.com/2008/05/ein-starkes-volk-verdient-es-zu-leben.html

Sonntag, 17. Februar 2008

Amen81 - Das Palituch

Ein Video, das ich mal gemacht habe. Nichts großes, aber trotzdem:

Ich bin weich und praktisch
geb Wärme und Geborgenheit
Bin schnuffelig und kuschelig
und komm in vielen Farben
Ich bin klassisch und Schwarzweiss
Hab trotzdem keinen Chic
Gehirn kann ich nicht leiden
Darum lieg ich um`s Genick

Chorus
So drossel ich den Sauerstoff zu Kopf
Ob Rechts, ob Links ist Scheissegal
Hauptsache gegen Zion

Anti-Imperial!

Jedermann mag mich
bin allseits beliebt
ob Punk oder Hippie
Ich tanz auf jeder Hochzeit
Ob Nazi oder Anti-imperial
Ich bin auf jeder Demo
Ich kann ganz toll vermummen
sogar die Dummen

Chorus
So drossel ich den Sauerstoff zu Kopf
Ob Rechts, ob Links ist Scheissegal
Hauptsache gegen Zion

Der Krampf ist und bleibt

Gemummelt ist ein wohliges deutsches, völkisches Gefühl
Rechts und Links gibt sich die Hand
Im Partnerlook marschieren
Die Reihen Rot und Braun
Sind alle wieder fest geschlossen
Zionismus euer Hauptfeind
Ihr belämpft ihn unverdrossen

Mittwoch, 13. Februar 2008

Sagt nicht, man habe euch nicht gewarnt

Mahmud Ahmadinedschad kann es einfach nicht lassen. Es ist gerade knapp zwei Wochen her - und schon prophezeit er Israels Untergang ein weiteres mal.

Israel sei „gefälscht, erlogen. Es wird nicht fortbestehen. Es muss dieses Gebiet verlassen“, sagte er wörtlich. „Wir sind heute das einzige Land, dass die rechtmäßige Regierung Palästinas unterstützt. Wer unterdrückt nun dieses Volk? Wer verhängt wirtschaftliche Sanktionen über es? Es tut mir leid zu sagen, dass dies die europäischen Regierungen sind, die hierbei gemeinsame Sache mit den Zionisten machen. Aber die Frage Palästinas geht über diese Frage hinaus. Man muss zum dem Ereignis zurückkehren, dass vor 60 Jahren passierte, dessentwegen Millionen entwurzelt und Hunderttausende ermordet würden. Das Problem wird nicht durch europäische oder amerikanische Initiativen gelöst. Man muss die Ursache des Problems behandeln, seine Wurzeln – wenn nicht, wird die Krise weitergehen. Auf lange Sicht werden die für die Besatzung Verantwortlichen unterliegen.“
Die iranischen Massen, die sich anlässlich des 29. Jahrestages der islamischen Revolution auf dem Azadi-Platz am Montag versammelt hatten, fragte er: „Wäret ich bereit, nur einen Schritt oder ein Jota von unseren nuklearen Rechten zurückzutreten?“, die Demonstranten erwiderten: „Nein, Atomenergie ist unser offensichtliches Recht.“ Die Folgefrage, ob „hier jemand im iranischen Volk [ist], der das zionistische Regime unterstützt?“, antworteten die versammelten „Nein“ und skandierten Parolen wie „Tod Israel“ und „Tod Amerika“. [1]

Währenddessen testet der Iran Raketen und plant einen Satelliten ins All zu schicken. Dies sei, so Ahmadinedschad notwendig um "eine aktive und einflussreiche Präsenz im Weltraum [zu] haben"[2] Iranische Katyusha-Raketen wurden nach Gaza geschmuggelt und das mit dem Iran verbündete Syrien rüstet massiv auf. Zu den wichtigsten Aufrüstungen gehört vor allem eine neue Boden-Boden-Rakete, die in der Lage ist die israelische Infrastruktur – z.B. Flughäfen, Häfen, Fabrikanlagen – zu treffen. Entwickelt wurde sie übrigens mit iranische Unterstützung. Die Tatsache, dass diese Rakete eine Reichweite von 250kM besitzt und einen besonders großen Sprengkopf tragen kann macht die Angelegenheit besonders beunruhigend.
Weitere wichtige Aufrüstungen sind z.B. der Erwerb des Raketenabwehrsystems Pantsyr, welches "selbstbetrieben zwischen acht und 12 Raketen abfeuern kann und eine substantielle Bedrohung für die israelische Luftwaffe darstellt". Zudem hat Syrien sich moderne Panzerabwehrraketen gekauft, die in der Lage sein sollen den modernsten Kampfpanzer der israelischen Armee, Merkava Mark IV, ausschalten zu können. Eine Aufrüstung der syrischen Armee, hauptsächlich durch russische Waffen, ist geplant. [3]

Die beiden genannten islamischen Staaten bereiten sich ganz offensichtlich auf Krieg vor. Es wird aufgerüstet und Hasstiraden gegen Israel, Amerika und die restliche westliche Welt skandiert. Wer einen Krieg ernsthaft verhindern möchte, müsste den Boykott beider Staaten ernsthaft und rasch fördern. Wenn dies nicht geschieht sind die Würfel gefallen und ein weiterer Krieg gegen den islamischen Fundamentalismus wird unausweichlich.

[1] Zitate s. z.B. Haaretz, vom 12.02.08 und Yedioth Ahronot, vom 11.02.08 sowie 20min.ch
[2] Haaretz, 04.02.08
[3] Haaretz, 08.02.08

Donnerstag, 31. Januar 2008

Bomben statt Karneval!

„Es ist euer Fehler, wenn ihr denkt, dass die iranische Nation [vor dem Westen] zurückweichen wird. Wir bewegen uns auf den Gipfel des atomaren Weges zu.“ versprach der iranische Mahmoud Ahmadinejad gestern. Außerdem solle man damit aufzuhören, „die Zionisten zu unterstützen, da ihr Regime seine letzte Etappe erreicht“ habe. „Akzeptiert, dass das Leben der Zionisten früher oder später zu Ende gehen wird“. „Was wir im Moment vor uns sehen, ist das letzte Kapitel [der israelischen Gewalttaten], dem die Palästinenser und die Staaten in der Region entgegentreten werden und das sie letztlich zugunsten Palästinas wenden werden.“ Anlass zu diesen apokalyptischen Träumen eines Islamfaschisten ist, "dass das iranische Volk [...] den Kernbrennstoffzyklus vollständig beherrscht". [1] Ein weiterer Schritt im ungebremsten iranischen Vernichtungsprogramm.

Gibt es Reaktionen auf die wiederholten Drohungen? Nein. Und das wird sich wohl auch nicht ändern. Vernichtungsdrohungen gegen Israel seitens des Irans gibt es genug. Wirklich etwas passiert ist bis jetzt noch nicht. Abgesehen von einem halbherzigen Boykott, gegen den sich vor allem Deutschland und Österreich stark machen. Wenigsten ist der Durchschnitt der restlichen Welt diesbezüglich konsequenter.

Um dann hier dem allgemeinem freudigem rumtreiben besoffener Karnevalisten entgegenzuhalten, halte ich an der Forderung "Bomben statt Karneval" fest. Denn eines ist gewiss: Je länger die Welt dabei zusieht, wie der Iran sein Vernichtungsprogramm vorbereitet, desto schwieriger wird es dieses letzendlich zu stoppen. Was man aus dem Nationalsozialismus gelernt haben sollte ist nämlich unter anderem, dass Antisemiten nicht durch Appeasement und wegschauen vom Morden abgebracht werden können, sondern durch Waffen und Gewalt.

[1] zitiert nach "Haaretz" vom 30.01.2008 und http://de.rian.ru/world/20080130/98009767.html

Sonntag, 27. Januar 2008

Israel ist ein Nazi-Staat

Es ist Konsens, dass Israel ein rassistischer Staat ist. Vollkommen zu Recht. In Israel leben ca. 5.300.000 Juden. Die restlichen - etwa 9.700.000 Juden - entgehen dem Genuss in der Sonne von Tel Aviv liegen zu können. Mag man in Kategorien denken die Menschen auf Grund bestimmter Eigenschaften in einen Topf werfen - wie das z.B. bei einem "Volk" der Fall ist - könnte man Israel des Rassismuses gegen das eigene Volk bezichtigen.
Dahingehend sind die Juden in Israel den Nazis sehr ähnlich. Die Nazis führten einen Vernichtungskrieg gegen einen Teil ihrer eigenen Landsleute. Gegen die deutschen bzw. europäischen Juden. Israel benachteiligt, wenn auch nicht so drastisch, ebenfalls das eigene Volk in Übersee.
So hat zumindest irgendjemand etwas aus dem Holocaust gelernt. Wer hätte gedacht, dass es ausgerechnet die Opfer sind? Und was haben sie gelernt? Sie haben gelernt lieber Täter statt Opfer zu sein.

A pros pros Täter. Die israelischen Juden tun auch alles erdenkliche um ihren Apartheitsstaat - das "zionistische Gebilde" - aufrecht zu erhalten. Dazu machen sie sich eines Völkermordes schuldig. Eines Völkermordes, bei dem sich die Population des Opfervolkes im Verlaufe der Zeit verfünffacht hat. Unlogisch ist das keineswegs. Es ist die ungeheure Macht der Juden.

(Deutsch-Hausaufgaben. Deßhalb nicht mit soviel liebe geschrieben. Aufgabe: Ein satirischer Text über ein Stereotyp)

Sonntag, 20. Januar 2008

Dienstag, 8. Januar 2008

bitter aber lustig

Aus dem Newsletter der israelischen Botschaft:

Hisbollah gibt sich kampfbereit

Der Generalsekretär der Hisbollah Hassan Nasrallah hat am Montag bei einem Treffen mit einer Delegation libanesischer Religionsoberhäupter betont, dass seine Terrororganisation für eine zukünftige Konfrontation mit Israel gerüstet sei. Er warnte davor, dass man dem „zionistischen Feind eine noch härtere Niederlage“ zufügen werde als im letzten Krieg. Dabei ist er sich sicher, dass „der Widerstand heute stärker, resoluter und sehr viel erfahrener“ sei.

Gleichzeitig bekannte sich der militante Kleriker zu seiner Verpflichtung, alle Muslime zu vereinen und die Anstrengung fortzusetzen, „alle Versuche der USA und Israels zur Provozierung eines Bürgerkriegs zum Scheitern zu bringen“. Er fügte hinzu: „Der amerikanische Plan, der für die gesamte islamische Welt vorgesehen war, ist gescheitert, und es besteht keinerlei Aussicht, dass er im Libanon gelingen wird.“

(Yedioth Ahronot, 07.01.07)

Unterdessen hat sich der amerikanische Israel-Kritiker Norman Finkelstein mit dem Hisbollah-Kommandanten im Südlibanon, Nabil Kaouk, in dessen Büro in der Küstenstadt Tyrus getroffen. Gegenüber Reportern teilte er mit: „[…] Ich weiß, dass ich eine Menge Ärger für das bekommen kann, was ich jetzt sage, aber ich glaube, dass die Hisbollah die Hoffnung repräsentiert.“

Finkelstein befindet sich auf einem einwöchigen Libanon-Besuch, im Rahmen dessen er Vorträge halten und palästinensische Flüchtlingslager besuchen will.

(Haaretz, 08.01.07)

Norman G. Finkelstein hat sich durch seine antisemitischen Tiraden längst als Idioten geoutet. Aber, dass er jetzt diejenigen die nicht müde werden Israels Vernichtung zu fordern, als "Hoffnung" bezeichnet hat sicher einen Extrazacken in seiner Idiotenkrone verdient.

Dass Finkelstein in der "Haaretz" als "Israelkritiker" bezeichnet wird sollten auch gerügt werden. Von Kritik ist er weit entfernt.

Sonntag, 6. Januar 2008

Coole Kids...

...tragen kein Palituch. Das findet auch eine namentlich identische Gruppe im SchülerVZ.

Schaut man sich an wer sich darin so rumtreibt wird ein, eigentlich informativer Text, von den Mitgliedern aber weder gelesen geschweige denn verstanden. Viele beklagen sich darüber, dass der Schal zur Mode - und damit untragbar - geworden ist. Dabei ist Aussage der Gruppe bzw. des Textes, dass der Schal auf Grund seiner antijüdischen Symbolik nicht getragen werden kann.
Wenn damit die Blöderei der Mitglieder ein Ende hätte, wäre das ja verzeihbar. Villeicht könnte man auch behaupten es seien Einzelne die lesefaul und bildungsresistent sind. Es sei ihn verziehen - sie sind ja noch jung.

Allen Ernstes behauptet eine Userin ihr gefalle die "arabische Kultur", und behauptet "das normale Volk ist nicht judenfeindlich,oder terrorristisch." Ihr absurdes Weltbild geht dann soweit, dass sie behauptet, wer das Palituch trage müsse nicht gleich mit dem damit verbundenen Antisemitismus symphatisieren. Schließlich würde, wer amerikanischen Marken trägt auch nicht unbedingt Bushs Politik einverstanden sein.

Man sollte sich bitte einmal diese absurde Situation klarmachen: In den palästinensischen Gebieten wurden die Einwohner einst gezwungen sich mit Hilfe dieses Tuches von nicht-Muslimen abzugrenzen. Das Tuch war verordnet und musste unter Androhung von Strafen getragen werden. Es ist also seit seiner Geburt ein Zeichen der Unterdrückung von Muslimen durch Muslime. (nebenbei wurde es dann auch noch zum Zeichen des Kampfes gegen den jüdischen Staat)
Heute laufen einem auf jeder Straße, in jedem Geschäft und in jeder Schule Menschen über den Weg, die dieses Zeichen der Unterdrückung durch die Gegend tragen.
Wenn besagte Userin also davon spricht, dass sie die "arabische Kultur" mag, dann lässt das nur zwei Schlüsse zu: a) Unkentniss (unwarscheinlich, wegen dem u.a. o.g. Einleitungstext) oder b) sie ist masochistisch veranlagt.

Hinzu kommt, dass Kennzeichen der "arabischen Kultur" nunmal Unterwerfung unter Allah oder religiöse Prediger, Frauenunterdrückung, eine anti-westliche und anti-zivilisatorische Haltung sowie der grassierende Antisemitismus sind.
Meine Theorie - dass die Userin masochistisch veranlagt ist - scheint sich zu bewahrheiten.

Selbstverständlich sind nicht alle Muslime oder Araber "judenfeindlich,oder terrorristisch". Große Teile der Muslime sind es aber sehrwohl, gerade unter den muslmischen Arabern finden sich mehr Antisemiten als anderswo. Die demokratisch legitimierte extrem judenfeindliche Hamas oder der ebenfalls demokratisch gewählte Ahmadinedschad sind nur die Spitze des Eisberges. Weiter geht es mit diverse antisemitische Schriften, Geschichten, Verschwörungstheorien, Filme etc. die das Leben zu vieler Muslime prägen. Davor die Augen zu verschließen bedeutet nicht in der Lage zu sein die einfachsten Schlussfolgerungen aus der Shoah zu ziehen.

Samstag, 29. Dezember 2007

Absurde Logik

Doch dank einer aufmerksamen und engagierten israelischen Soziologin namens Tal Nitzan weiß man jetzt, dass die IDF sich noch weit ärgerer Unterdrückungsstrategien befleißigt als bisher angenommen: Ihre Soldaten vergehen sich nämlich nicht an palästinensischen Frauen – und demonstrieren damit erst recht ihren abgrundtiefen Rassismus. Denn durch diese Unterlassung zeigen die uniformierten Männer, wie Nitzan herausfand, dass ihnen diese Frauen noch nicht einmal eine Vergewaltigung wert sind. Außerdem wollen sie so eine Erhöhung der Geburtenrate in den palästinensischen Gebieten vermeiden.

Ganz schön verrückt. Anderseits aber auch ganz schön lustig. weiterlesen bei Lizas Welt.

Montag, 3. Dezember 2007

der Feind im Osten Israels

Im Westjordanland sind die "guten Palästinenser", während im Gazastreifen die "bösen Palästinenser" hausen. Mit "den Guten" wird verhandelt (oder auch nicht). Für "die Bösen" soll Israel nur finanziell und logistisch sorgen, da der Gottesstaat es nicht schafft seine Bevölkerung zu ernähren. Nur die wahnwitzigsten fordern den Dialog mit der Hamas in "Gazaastan".

Dass diese Teilung in "Gute" und "Böse" nicht so einfach geht, liegt auf der Hand. Den verfächtern dieser Meinung könnte man auch schlicht Rassismus vorwerfen, aber darum soll es hier nicht gehen. Viel mehr geht es um Abbas und seine Freunde.

Heute liest man, was bei "den Guten" im Gebiet passiert ist:

Die israelische Armee hat die Palästinenser verhaftet, die zehn Tagen den Siedler Ido Zoldan im Westjordanland ermordet haben. Laut am Sonntag veröffentlichter Informationen handelt es sich dabei um drei Mitglieder der palästinensischen Nationalen Sicherheitstruppe.

Die Brüder Dafer und Abdullah Birham, die beide der Fatah angehören, gaben beim Verhör durch die Allgemeine Sicherheitsbehörde (SHABAK) auch den Namen des dritten Täters, Fadi Jama’, an. Dieser war mit ihnen in der Nationalen Sicherheitsorganisation der Palästinensischen Autonomiebehörde tätig, von der auch die Waffen stammen.[1]

In dieser Meldung wird auch deutlich was von Annapolis zu halten ist. Verhandlungen mit einer Marionette, die nicht in der Lage ist die eigene Polizei vom Mord an Juden abzuhalten oder diese wenigstens zur Rechenschaft zu ziehen, kann sich auch zu den Gesinnungsgenossen in "Gazaastan" gesellen. Solange es palästinensische Mentalität ist, den Mord an nicht-Muslimen, gerade an Juden, herbeizuführen und/oder zu dulden, bleibt jeder Nahostgipfel reine Zeit- und Geldverschwendung.

[1] Haaretz, 03.12.07

Montag, 5. November 2007

Karikatur der Woche (5. November)

Rein formal gesehen nicht mehr ganz aktuell, die Aussage an sich ist immer noch aktuell.


(anklicken zum vergrößern)

Sonntag, 21. Oktober 2007

Karikatur der Woche (21. Oktober)


Zur Abwechslung mal der Iran.

Montag, 15. Oktober 2007

special army

Vor wenigen Tagen im TV gesehen, hier nur mal kurz geblogt.

Die IDF, Israels Armee, ist besonderen Bedingungen ausgesetzt. In der Weltöffentlichkeit verräterisch scharfer Kritik ausgesetzt müssen sie die Bewohner Israels vor dem Terror aus Ausl-und Inland beschützen. Terror, der vernichtend und nicht die Rebellion pubertärer Jugendicher ist, steht auf der Tagesordnung.

Stürmt eine Armee Häuser ist das nicht nur für die Soldatinnen und Soldaten eine brenzlige Situation, sondern auch für mögliche Geiseln und die Terroristen selbst. Darum werden vor der Erstürmung von Gebäuden meist Blend- und Rauchgranaten eingesetzt. Diese sind jedoch ebenfall weder Gesundheitsfördernd noch lindern sie die Angst von Geiseln. Im Gegenteil sie verunsichern und machen nervös. Manch einem Kidnapper mag deswegen schon die ein oder andere Kugel aus der Pistole entflüchtet sein, die wiederrum tödlich war.

Israels Armee hat eine etwas andere Granate erfunden. Wenn ich mich Recht erinnere heißt sie "I-Ball" oder so ähnlich. (Google konnte mich nicht bestätigen). Dieser Ball (es ist doch mehr ein Ball denn eine Granate), auch getarnt als Stein o. ä., verfügt über eine eingebaute Kamera, die dem Team der Armee ermöglicht in Räume zu sehen, bevor diese Erstürmt werden.

Der kleine Helfer ist nicht nur den SoldatInnen von großem Nutzen, er überrascht auch die Kidnapper, wodurch die Soldaten größere Chance auf die Befreiung der Geiseln haben.

Samstag, 13. Oktober 2007

der deutschen Linke liebstes Spiel

Ein kleines z.T. polemisches Replik auf einen grauenhaften Artikel beim Antistaat.
Das ist kein richtiger Artikel, mehr ein Post aus einem Forum. Zu dem Autor ist zu sagen, dass er so ein kleiner Wannabeutopist ist. Schon der erste Satz des Artikels, macht seine Unfähigkeit deutlich:

Palästina - oder was von dieser Vision übrig ist.
Sowas auf einem Blog zu schreiben, der sich selbst "Antistaat" nennt, spricht wohl für sich selbst.
Hier nun mein Post:

Lieber holymoses [Betreiber des Blogs],

als ich gestern Abend da saß, aufpassend auf son Windelscheißerkind, nahm ich mir die ausgedruckten Artikel zur Seite und las. Nachdem, der erste Artikel schon davon sprach, wie das "sehr freundliche" Volk Palästinas die flüchtenden Juden aufnahm, erinnerte ich mich an die zahlreichen Übergriffe der Palästinenser auf die Juden, die - oft genug - nicht einmal Zionisten wahren. Ich erinnerte mich an den Nazifreund el-Husseini und wie dieser palästinensische Mufti dafür sorgte, dass die Endlösung doch bitte schneller gehen sollte. Ich erinnerte mich daran, wie er einen Zug voll jüdischer Kinder zurück nach Auschwitz schickte, weil er die Weisen nicht im unterbesiedelten Palästina haben wollte. Selbstverständlich war er weder Antisemit,noch ein böser Mensch. Er hat die Kindern lediglich davor bewahrt, elternlos aufzuwachsen. Genau, wie die Juden, die doch lediglich ins Meer getrieben wurden, dort nicht hin sollten, weil sie sterben sollten - nein! Sie sollten sich lediglich zur Schwimmstunde dort einfinden. But these tricky jews thought they are going to be killed by a crowd of people who worked with the nazis. Dass das antisemitische Vorurteil Juden wären klüger als andere Menschen nicht stimmt, sollten sie wieder einmal bestätigen.

Nachdem der Text, dessen Autor sich am liebsten hinter der Gemeinschaftformel "wir Deutsche" versteckt, noch ein wenig rumheult und anklagt, dass es "bis heute keine palästinensiche Armee" gibt, und deswegen die Zionisten die Palästinenser vertrieben haben, ignoriert er nicht nur den Angriff der arabischen Armeen 1948 auf den einen Tag zuvor gegründeten jüdischen Staat mit arabischer Minderheit, er vergisst auch, dass diese Merheit größtenteils freiwillig ging um lieber in den Djihad gegen Israel zu ziehen. Nachdem Israel diesen Krieg gewann, besetze es Gebiete im nicht-Israel, in denen jüdische Mindehreiten lebten. Ihr gutes Recht, denn sie mussten diese Minderheiten beschützen, vor Menschen die umbedingt Hitler spielen wollten.

Nach Dämonisierung der USA und Bewunderung der japanischen Kamikazeflieger im WW2, wird noch verstädniss für die Palästinenser und ihr Suicidebombing geäußert. Sie haben es ja so schlecht, die Palästinenser! So schlecht, dass sich unter israelischer Besatzung z.B. die medizinischer Versorgung erheblich gebessert hat. So schlecht, dass Tonnenweise Lebensmittel nach Gaza und Westbank geschickt werden müssen, von Israel. Denn die Palästinenser sind partout nicht in der Lage, für sich selbst zu Sorgen. Ja, sogar Strom und Wasser beziehen sie von Israel. Wer mir auch nur einen Staat zeigt, der mit einem anderem im Krieg steht, und sie trotzdem am Leben erhält durch Medizin, medizinische Versorgung, Nahrung, Strom und Elektrizität - wer weiß was noch alles -, wer mir diesen Staat zeigt, vor dem ziehe ich meinen Hut.

Und weil es ihnen ja sooo schlecht geht, sind die Islamisten zufällig die einzigen Menschen, die sich so unendlich menschenverachtenden Praktike bedienen. Vor allem massakrieren sie nicht ihre Peiniger. Etwa Arafat oder Ahmadinedschad, nein sie bringen die um, die sie de facto am Leben erhalten.

Der andere Text "Wage den Vergleich - Israel" liest sich wie das Original "Mein Kampf" von Adolf Hitler. Gewarnt wird vor Verschwörungen, vor Zionisten, vor Juden. Die Israelis werden zu den neuen Nazis verklärt und natürlich bedroht Israel den Welfrieden. Fassen wir zusammen: Die Juden sind unser Unglück! Ohne Endlösung der Judenfrage, keine Erlösung der Menschheit!

Für eine genauere Auseinandersetzung von "Mein Kampf II" besteht keine Notwendigkeit. Oder hätte Hitler, bei rationalen Argumenten, seine irrantionale Vernichtungsideologie abgelegt und mit dem örtlichen Rabbi tee getrunken?

Neinnein, ich will sie nicht stören. Die deutsche Linke und ihr "ehrbarer Antisemitismus" (Jean Améry). Aber mir sind die ehrlichen Antisemiten immernoch lieber. Bei "Juda verrecke" kann ich mir solche Texte auch sparen.

Dienstag, 9. Oktober 2007

Don't talk about it!

Auch der Newsletter der israelischen Botschaft berichtete gestern über Tokio Hotel in Israel. Jedoch ohne ein Wort über die verbalen Ausschweifungen der Band zu verlieren.

Der Artikel im Wortlaut:

Tokio Hotel in Israel

Mehr als 3000 meist weibliche Jugendliche haben am Samstag im Messezentrum von Tel Aviv der deutschen Pop-Rockband Tokio Hotel zugejubelt, die eigens für diesen Auftritt nach Israel geflogen war. Überschattet wurde das knapp eineinhalbstündige Konzert durch einen Zwischenfall im Eingangsbereich der Halle, bei dem acht Mädchen zwischen 14 und 16 Jahren verletzt wurden, nachdem eine Glastür dem Ansturm nicht mehr standhielt und zerbrach.

Die vier Magdeburger im Alter von 18-20 Jahren haben in den vergangenen Monaten den ersten Platz in den Airplay-Charts mehrerer großer israelischer Radiosender erreicht und sich dabei eine beachtliche Fangemeinde verschafft. Die Botschaft des Staates Israel in Berlin hatte die Band vor einigen Wochen über eine Petition in Kenntnis gesetzt, mit der etwa 6000 israelische Jugendliche um ein Konzert in ihrem Land baten.

Die Band wurde bei ihrem zweitägigen Aufenthalt in Israel von einem Mitarbeiter der Botschaft begleitet. Auf dem Programm stand auch ein kurzer Besuch in Jerusalem, zu dem die Band vom Leiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Jerusalem, Dr. Lars Hänsel, in Empfang genommen wurde.[1]


Es ist mir unerklärlich, warum die Redaktion verpennt hat, TH zu kritisieren.


[1] Botschaft des Staates Israel - Berlin, Infobrief vom 08.10.2007

Sonntag, 7. Oktober 2007

Holocaust? Ohne mich!

Gestern haben Tokio Hotel ein Konzert in Tel Aviv gespielt. Und obwohl "alle Belastungen im deutsch-israelischen Verhältnis wie der millionenfache Mord an Juden zur Zeit des Nationalsozialismus" (GMX) augeklinkt wurden, kahm auch diese Veranstaltung nicht ohne die nötige Portion Antisemitismus aus, die doch so gewohnt ist.

"Heute ist es scheißegal, was Euch passiert ist" und "scheißegal, was uns passiert ist", rief der gerade 18 Jahre alt gewordene Bill auf Deutsch seinem jungen israelischen Publikum zu.

"Scheißegal", ist das zwar keineswegs, aber wenigstens wird unter den kreischenden Teenies wohl kaum jemand gewesen seien, der oder die von den alliierten Armeen befreit wurde. Es bleibt aber zu bezweifeln, dass Tokio Hotel so weit gedacht haben. Erklärten sie doch vorher noch: "Wir sind echt komplett unbelastet, was so die politische Seite angeht".

Schaffen es Tokio Hotel zwar, sich dezent um die Worte "Vernichtung", "Shoah" oder "Holocaust" rumzudrücken, ist doch eindeutig was mti der "politischen Seite" gemeint ist.

Dann zu erklären, es sei "scheißegal" was "Euch" passiert ist, bedeutet Auschwitz keine weitere Bedeutung zuzumessen. Die Krönung aber ist es im selben Satz das eigene (deutsche) Schicksahl gleichzusetzen mit dem von "Euch". So ergibt sich doch schnell die Gleichung, die besagt, dass jüdisches Leiden im NS gleichzusetzen ist mit dem der Deutschen.

Wenn die junge Generation der Israelis dazu Applaus spendet, bleibt zu hoffen, dass sie entweder kein Wort verstanden haben oder aber zu Hause ordentlich Dresche von den Großeltern bekommen.

Es sollte noch erwähnt werden, dass Tokio Hotel hier nur stellvertretend für die Merheit der Deutschen stehen. Diese haben noch sehr viel zu lernen, sodass "Auschwitz nicht sich wiederhole, nichts Ähnliches geschehe." (Adorno)

Zitatquelle: http://portal.gmx.net/de/themen/unterhaltung/musik/klatsch-tratsch/4750934-Tokio-Hotel-beglueckt-Fans-in-Israel,cc=0000001825000475093410HPTp.html

Sonntag, 30. September 2007

Die Narren der UNO

Ahmadinedschad hat wieder vor der UN gesprochen. Wenn es noch eines Beweises bedurfte, dass die UN keine Moral hat - hier ist er. Denn eine Gesellschaft, die mit Schurkenstaaten und Menschenrechtsverbrechern gemeinsame Sache macht, kann nicht als Weltinstanz akzeptiert werden. Wir, Deutschland und Europa sollten uns auf eine andere Moralvorstellung berufen. Die Nato-Moral.


Weiter geht's hier.

Dienstag, 11. September 2007

Zitat des Tages

Mitschüler: "Badelehrling, bist Du auch für die Israelis?"
Ich: "Ja"
Mitschüler: "Gut, ich finde auch, dass die Palästinenser den Israelis nicht einfach das Land wegnehmen dürfen"

Donnerstag, 6. September 2007

Eine Replik auf tschilli

Alle Zitate und der vorausgegangene Meinungsaustausch ist hier zu erfassen. Von dort sind auch alle folgenden Zitate.

1. Wie kann mensch denn bitte allen Ernstes stolz darauf seien andere Menschen zu verkrüppeln und an den Rohlstuhl zu fesseln?

Eine Ideologie, die Juden (stellvertretend: Israelis) oder andere "Ungläubige" zu Schweinen und Hunden denunziert; eine Ideologie, die von antisemitischer Paranoia in Schrift, TV, mentaler Haltung und Tat nur so strotz; eine Ideologie, die sich dem verschrieben hat, was Hitler bzw. die Deutschen und ihre Helfer nicht schafften, diesen Menschen ist einiges zuzutrauen. Zynischer Weise, könnte man sogar sagen, dass sie wirklich nicht stolz darauf sein können. Schließlich lebt besagte Person, ein Jude/Israeli, ja noch.

2. Warum sollten die Israelis bei der arabischen Meisterschaft mitspielen WOLLEN?

Israel tat immer viel um von seinen Nachbarn akzeptiert zu werden. Ein Sportfest, was doch "völkerverbindent" ist, wie immer betont wird, stellt eine gute Gelegenheit zur Begegnung dar. Ob die Israelis nun wirklich dort spielen wollen oder nicht, kann ich aber nicht mit Sicherheit feststellen.

1. Ein Konstrukt namens “Palästina”, das seiner Meinung ja wahrscheinlich das Gebiet von Israel beinhaltet ist ein Staat, ebenso wie der Libanon. Gefordert wird aber Solidarität mit Völkern, nicht mit Staaten.

Nono. Palästina, ist eine Region. Auch, wenn meist mit Palästina, ein palästinensicher Staat gemeint ist. Siehe auch Wikipedia. Staat und Volk werden, von dem Antisemiten aber Synonym verwendet - so scheint es mir zumindest.

Wie kommt eigentlich die gesamte Antiimp Szene auf den Gedanken Israel sei ein imperialistischer Staat? Mir fallen dafür momentan keine Beweise ein… Aber vielleicht will mir ja der*die ein*e oder andere Person auf die Sprünge helfen.

Imerialistisch ist Israel in der Tat nicht, aber ein von de USA unterstützer, westlicher, kapitalistischer Staat, ein jüdischer dazu, im Herzen der arabischen Welt. Damit erfüllt Israel alle Feindbilder der Antiimps. Objektivität ist da nicht zu erwarten, wie man sieht.


Und kommt mir nun bitte nich mit irgendwelchen achso besetzten Gebieten. Die gibts nämlich de facto nicht.

Kommt auf die Grenzen an. Seid 1967 gibt es sehr wohl von Israel besetze Gebiete - in der Westbank. Nur die Frage wie schlimm das nun tatsächlich ist und ob diese Besetzung so schlimm oder ungerechtfertigt ist, also Ursache und Wirkung, bleiben zu klären.

Mittwoch, 5. September 2007

Die Nahostexperten und der Frieden

Inge Günther sucht nach der Zauberformel. Nach der Zauberformel zur Lösung des Nahost-Konfliktes. Unter dem vielversprechenden, aber nichts haltenden, Schlagwort "Analyse", durfte sie in der heutigen Ausgabe des "Kölner Stadt-Anzeigers" nach der Zauberformel zur Lösung des Nahost-Konfliktes suchen. Denn, wie sie in der ersten Zeile erklärt, "reden Olmert und Abbas ernsthaft über den Nahost-Konflikt". Hört sich toll an, denke ich mir, und stürze mich wissbegierig auf die Zeitung.

Schon die erste Zeile macht Hoffnung. Dort heißt es "Es klingt vielversprechend". Warum das so ist erfahren wir später. Olmert und Abbas besprechen die "Knackpunkte zur Lösung des Nahost-Konflikts". In besagtem Artikel heißt es:

Nach sieben Jahren wird wieder über die Knackpunkte zur Lösung des Nahost-Konflikts und die Rahmenbedingungen eines Palästinenserstaates geredet: Die Frage nach Jerusalem, Grenzen und Flüchtlingen.

Über Jerusalem könnte und müsste in der Tat debattiert werden. Jedoch zur richtigen Zeit, die noch lange nicht ist. Vorher müsste es eine ernstgemeinte Anerkennung Israels durch die gesamte arabische Welt oder wenigstens der israelischen Nachbarländern und der Palästinenser geben. Damit verbunden, müssten terroristische Gruppierungen mit aller Entschlossenheit der arabischen Staaten bekämpft werden. Diese, die beiden wichtigsten, Punkte werden aber in absehbarer Zeit wohl nicht erreicht werden. Von daher ist die ganze Diskussion sinnlos.
Die sogenannten "Flüchtlinge", Palästinenser, die während des Krieges von 1948 selbst gingen oder vertrieben wurden, spielen auch keine große Rolle. Zum einen, waren die friedlichen Palästinenser sogar während des arabischen Angriffskrieges (und danach) in Israel geduldet. Zum anderen, sollten sie in den beinahe sechzig Jahren, die sie nun nicht mehr in Israel wohnen, woanders sesshaft geworden oder verstorben sein. Trotzdem berufen sich massenweise Palästinenser auf ihr "Recht auf Rückkehr". Zu guter letzt, würde eine Massenimmigration von Moslems nach Israel das Ende für den jüdischen Staat bedeuten. Die Moslems, welche es als ihre religiöse Pflicht ansehen würden die Juden aus Palästina zu vertreiben, könnten in Israel Parteien gründen (oder bestehende wählen), die genau das fordern. Und Demokratie sei dank, wäre das auch möglich!
Nicht zu vergessen ist weiterhin, dass Juden in den 30'er und 40'er Jahren aus den meisten, wenn nicht allen, arabischen Staaten fliehen mussten, da sie dort nicht mehr als Bürger zweiter Klasse akzeptiert wurden. Über diese, wirklichen, Flüchtlinge verliert nie jemand auch nur ein Wort.
Trotz all dem ist Israel gewillt eine Lösung des "Flüchtlingsproblemes" zu suchen. Dafür stellen sie auch immer viel Cash in Aussicht, (meines Wissens nach) zuletzt 2000 in Camp David bzw. Taba.

Bleiben die Grenzen. Welche das sein sollen, weiß Günther auch bzw. sie schreibt:
Gleichzeitig will er [Olmert] vermeiden, dass ihm sein Rechtsaußen-Koalitionär Avigdor Liebermann abspringt. Klartext, wonach ein Staat Palästina, auf Basis der Grenzen von 1967 entstehen soll, eventuelle Abweichungen aber durch Landtausch kompensiert werden können, wird da schwer drin sein.

Diese beiden Sätze sind wirr, sehr wirr. Den Hauptsatz mal zum besserem Verständniss extrahiert: "Klartext wird da schwer drin sein".
Egal. Es geht um die Grenzen von 1967. Die sind auch vernünftig. Jedoch, wenn es denn wirklich zu dem Staat Palästina kommt, werden die Grenzen ein kleines Problem sein. Sicherheit für Israel, also ein Ende des Terrors und eine Abkehr von den antisemitischen und faschistischen Grundeinstellung vieler Palästinenser müssten zuvor bekämpft werden.

Dass Jerusalem, Flüchtlinge und die Grenzen entscheidende Konfliktpunkte sind ist nachweislich falsch. Solange nur über diese diskutiert wird, wird ein Frieden nicht möglich sein. Zumal es bemerkenswert ist, dass bei diese drei Punkten einseitig sind. Einseitig zu Ungunsten Israels.

Die Skepsis in Jerusalem und Ramallah sitzt tief, nach allem, was das israelisch-palästinensische Verhältniss belastet: Terror, die Toten, der Trennzaun in der Westbank, die Siedlungen. Es bedarf enormer Vorstellungskraft, um angesichts dieser Realität an eine Zwei-Staaten-Lösung zu glauben. Es könnte aber die letzte Chance sein, um den expandierenden Islamismus in der Region eine politische Alternative entgegen zu stellen.

Ein palästinensicher Staat ist zwar Teil des Islamismus, auch wenn dieser inklusive und nicht neben Israel existieren soll. Eine Alternative wäre er jedenfalls nicht.
Terror, Tote, der Trennzaun und die Siedlungen belasten das israelisch-palästinensiche Verhältniss wirklich. Hier ist Günther recht zu geben.
Jedoch geht der Terror von palästinensischer Seite aus, der Trennzaun ist eine Reaktion darauf und Tote nennt man in Palästina Märtyrer und werden gefeiert. Einzig der Siedlungsbau von israelischer Seite ist zu kritisieren. Solange es aber keine allgemeine Akzeptanz von Juden im "heiligem Land" gibt, machen ein paar Dörfchen den Kohl auch nicht fett. Ungeachtet dessen ist ein großteil der Siedler und die überwältigende Merheit der israelischen Bürger und Politiker bereit Siedlungen im Gegenzug für Frieden zu räumen.

Wir wollen mal hoffen, dass Olmert und Abbas klarer denken können als Inge Günther.


Alle Zitate aus dem "Kölner Stadt-Anzeiger vom 05.09.2007.