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Sonntag, 17. Februar 2008

Amen81 - Das Palituch

Ein Video, das ich mal gemacht habe. Nichts großes, aber trotzdem:

Ich bin weich und praktisch
geb Wärme und Geborgenheit
Bin schnuffelig und kuschelig
und komm in vielen Farben
Ich bin klassisch und Schwarzweiss
Hab trotzdem keinen Chic
Gehirn kann ich nicht leiden
Darum lieg ich um`s Genick

Chorus
So drossel ich den Sauerstoff zu Kopf
Ob Rechts, ob Links ist Scheissegal
Hauptsache gegen Zion

Anti-Imperial!

Jedermann mag mich
bin allseits beliebt
ob Punk oder Hippie
Ich tanz auf jeder Hochzeit
Ob Nazi oder Anti-imperial
Ich bin auf jeder Demo
Ich kann ganz toll vermummen
sogar die Dummen

Chorus
So drossel ich den Sauerstoff zu Kopf
Ob Rechts, ob Links ist Scheissegal
Hauptsache gegen Zion

Der Krampf ist und bleibt

Gemummelt ist ein wohliges deutsches, völkisches Gefühl
Rechts und Links gibt sich die Hand
Im Partnerlook marschieren
Die Reihen Rot und Braun
Sind alle wieder fest geschlossen
Zionismus euer Hauptfeind
Ihr belämpft ihn unverdrossen

Mittwoch, 13. Februar 2008

Sagt nicht, man habe euch nicht gewarnt

Mahmud Ahmadinedschad kann es einfach nicht lassen. Es ist gerade knapp zwei Wochen her - und schon prophezeit er Israels Untergang ein weiteres mal.

Israel sei „gefälscht, erlogen. Es wird nicht fortbestehen. Es muss dieses Gebiet verlassen“, sagte er wörtlich. „Wir sind heute das einzige Land, dass die rechtmäßige Regierung Palästinas unterstützt. Wer unterdrückt nun dieses Volk? Wer verhängt wirtschaftliche Sanktionen über es? Es tut mir leid zu sagen, dass dies die europäischen Regierungen sind, die hierbei gemeinsame Sache mit den Zionisten machen. Aber die Frage Palästinas geht über diese Frage hinaus. Man muss zum dem Ereignis zurückkehren, dass vor 60 Jahren passierte, dessentwegen Millionen entwurzelt und Hunderttausende ermordet würden. Das Problem wird nicht durch europäische oder amerikanische Initiativen gelöst. Man muss die Ursache des Problems behandeln, seine Wurzeln – wenn nicht, wird die Krise weitergehen. Auf lange Sicht werden die für die Besatzung Verantwortlichen unterliegen.“
Die iranischen Massen, die sich anlässlich des 29. Jahrestages der islamischen Revolution auf dem Azadi-Platz am Montag versammelt hatten, fragte er: „Wäret ich bereit, nur einen Schritt oder ein Jota von unseren nuklearen Rechten zurückzutreten?“, die Demonstranten erwiderten: „Nein, Atomenergie ist unser offensichtliches Recht.“ Die Folgefrage, ob „hier jemand im iranischen Volk [ist], der das zionistische Regime unterstützt?“, antworteten die versammelten „Nein“ und skandierten Parolen wie „Tod Israel“ und „Tod Amerika“. [1]

Währenddessen testet der Iran Raketen und plant einen Satelliten ins All zu schicken. Dies sei, so Ahmadinedschad notwendig um "eine aktive und einflussreiche Präsenz im Weltraum [zu] haben"[2] Iranische Katyusha-Raketen wurden nach Gaza geschmuggelt und das mit dem Iran verbündete Syrien rüstet massiv auf. Zu den wichtigsten Aufrüstungen gehört vor allem eine neue Boden-Boden-Rakete, die in der Lage ist die israelische Infrastruktur – z.B. Flughäfen, Häfen, Fabrikanlagen – zu treffen. Entwickelt wurde sie übrigens mit iranische Unterstützung. Die Tatsache, dass diese Rakete eine Reichweite von 250kM besitzt und einen besonders großen Sprengkopf tragen kann macht die Angelegenheit besonders beunruhigend.
Weitere wichtige Aufrüstungen sind z.B. der Erwerb des Raketenabwehrsystems Pantsyr, welches "selbstbetrieben zwischen acht und 12 Raketen abfeuern kann und eine substantielle Bedrohung für die israelische Luftwaffe darstellt". Zudem hat Syrien sich moderne Panzerabwehrraketen gekauft, die in der Lage sein sollen den modernsten Kampfpanzer der israelischen Armee, Merkava Mark IV, ausschalten zu können. Eine Aufrüstung der syrischen Armee, hauptsächlich durch russische Waffen, ist geplant. [3]

Die beiden genannten islamischen Staaten bereiten sich ganz offensichtlich auf Krieg vor. Es wird aufgerüstet und Hasstiraden gegen Israel, Amerika und die restliche westliche Welt skandiert. Wer einen Krieg ernsthaft verhindern möchte, müsste den Boykott beider Staaten ernsthaft und rasch fördern. Wenn dies nicht geschieht sind die Würfel gefallen und ein weiterer Krieg gegen den islamischen Fundamentalismus wird unausweichlich.

[1] Zitate s. z.B. Haaretz, vom 12.02.08 und Yedioth Ahronot, vom 11.02.08 sowie 20min.ch
[2] Haaretz, 04.02.08
[3] Haaretz, 08.02.08

Donnerstag, 31. Januar 2008

Bomben statt Karneval!

„Es ist euer Fehler, wenn ihr denkt, dass die iranische Nation [vor dem Westen] zurückweichen wird. Wir bewegen uns auf den Gipfel des atomaren Weges zu.“ versprach der iranische Mahmoud Ahmadinejad gestern. Außerdem solle man damit aufzuhören, „die Zionisten zu unterstützen, da ihr Regime seine letzte Etappe erreicht“ habe. „Akzeptiert, dass das Leben der Zionisten früher oder später zu Ende gehen wird“. „Was wir im Moment vor uns sehen, ist das letzte Kapitel [der israelischen Gewalttaten], dem die Palästinenser und die Staaten in der Region entgegentreten werden und das sie letztlich zugunsten Palästinas wenden werden.“ Anlass zu diesen apokalyptischen Träumen eines Islamfaschisten ist, "dass das iranische Volk [...] den Kernbrennstoffzyklus vollständig beherrscht". [1] Ein weiterer Schritt im ungebremsten iranischen Vernichtungsprogramm.

Gibt es Reaktionen auf die wiederholten Drohungen? Nein. Und das wird sich wohl auch nicht ändern. Vernichtungsdrohungen gegen Israel seitens des Irans gibt es genug. Wirklich etwas passiert ist bis jetzt noch nicht. Abgesehen von einem halbherzigen Boykott, gegen den sich vor allem Deutschland und Österreich stark machen. Wenigsten ist der Durchschnitt der restlichen Welt diesbezüglich konsequenter.

Um dann hier dem allgemeinem freudigem rumtreiben besoffener Karnevalisten entgegenzuhalten, halte ich an der Forderung "Bomben statt Karneval" fest. Denn eines ist gewiss: Je länger die Welt dabei zusieht, wie der Iran sein Vernichtungsprogramm vorbereitet, desto schwieriger wird es dieses letzendlich zu stoppen. Was man aus dem Nationalsozialismus gelernt haben sollte ist nämlich unter anderem, dass Antisemiten nicht durch Appeasement und wegschauen vom Morden abgebracht werden können, sondern durch Waffen und Gewalt.

[1] zitiert nach "Haaretz" vom 30.01.2008 und http://de.rian.ru/world/20080130/98009767.html

Sonntag, 6. Januar 2008

Coole Kids...

...tragen kein Palituch. Das findet auch eine namentlich identische Gruppe im SchülerVZ.

Schaut man sich an wer sich darin so rumtreibt wird ein, eigentlich informativer Text, von den Mitgliedern aber weder gelesen geschweige denn verstanden. Viele beklagen sich darüber, dass der Schal zur Mode - und damit untragbar - geworden ist. Dabei ist Aussage der Gruppe bzw. des Textes, dass der Schal auf Grund seiner antijüdischen Symbolik nicht getragen werden kann.
Wenn damit die Blöderei der Mitglieder ein Ende hätte, wäre das ja verzeihbar. Villeicht könnte man auch behaupten es seien Einzelne die lesefaul und bildungsresistent sind. Es sei ihn verziehen - sie sind ja noch jung.

Allen Ernstes behauptet eine Userin ihr gefalle die "arabische Kultur", und behauptet "das normale Volk ist nicht judenfeindlich,oder terrorristisch." Ihr absurdes Weltbild geht dann soweit, dass sie behauptet, wer das Palituch trage müsse nicht gleich mit dem damit verbundenen Antisemitismus symphatisieren. Schließlich würde, wer amerikanischen Marken trägt auch nicht unbedingt Bushs Politik einverstanden sein.

Man sollte sich bitte einmal diese absurde Situation klarmachen: In den palästinensischen Gebieten wurden die Einwohner einst gezwungen sich mit Hilfe dieses Tuches von nicht-Muslimen abzugrenzen. Das Tuch war verordnet und musste unter Androhung von Strafen getragen werden. Es ist also seit seiner Geburt ein Zeichen der Unterdrückung von Muslimen durch Muslime. (nebenbei wurde es dann auch noch zum Zeichen des Kampfes gegen den jüdischen Staat)
Heute laufen einem auf jeder Straße, in jedem Geschäft und in jeder Schule Menschen über den Weg, die dieses Zeichen der Unterdrückung durch die Gegend tragen.
Wenn besagte Userin also davon spricht, dass sie die "arabische Kultur" mag, dann lässt das nur zwei Schlüsse zu: a) Unkentniss (unwarscheinlich, wegen dem u.a. o.g. Einleitungstext) oder b) sie ist masochistisch veranlagt.

Hinzu kommt, dass Kennzeichen der "arabischen Kultur" nunmal Unterwerfung unter Allah oder religiöse Prediger, Frauenunterdrückung, eine anti-westliche und anti-zivilisatorische Haltung sowie der grassierende Antisemitismus sind.
Meine Theorie - dass die Userin masochistisch veranlagt ist - scheint sich zu bewahrheiten.

Selbstverständlich sind nicht alle Muslime oder Araber "judenfeindlich,oder terrorristisch". Große Teile der Muslime sind es aber sehrwohl, gerade unter den muslmischen Arabern finden sich mehr Antisemiten als anderswo. Die demokratisch legitimierte extrem judenfeindliche Hamas oder der ebenfalls demokratisch gewählte Ahmadinedschad sind nur die Spitze des Eisberges. Weiter geht es mit diverse antisemitische Schriften, Geschichten, Verschwörungstheorien, Filme etc. die das Leben zu vieler Muslime prägen. Davor die Augen zu verschließen bedeutet nicht in der Lage zu sein die einfachsten Schlussfolgerungen aus der Shoah zu ziehen.

Dienstag, 1. Januar 2008

Handyvideo einer Hinrichtung

http://www.iranpressnews.com/media/video/62235212208.3gp Rechtklick, Ziel speichern unter... und mit Quicktime abspielen.

Vorschau? Gern:

Dienstag, 11. September 2007

Zitat des Tages

Mitschüler: "Badelehrling, bist Du auch für die Israelis?"
Ich: "Ja"
Mitschüler: "Gut, ich finde auch, dass die Palästinenser den Israelis nicht einfach das Land wegnehmen dürfen"

Donnerstag, 6. September 2007

Eine Replik auf tschilli

Alle Zitate und der vorausgegangene Meinungsaustausch ist hier zu erfassen. Von dort sind auch alle folgenden Zitate.

1. Wie kann mensch denn bitte allen Ernstes stolz darauf seien andere Menschen zu verkrüppeln und an den Rohlstuhl zu fesseln?

Eine Ideologie, die Juden (stellvertretend: Israelis) oder andere "Ungläubige" zu Schweinen und Hunden denunziert; eine Ideologie, die von antisemitischer Paranoia in Schrift, TV, mentaler Haltung und Tat nur so strotz; eine Ideologie, die sich dem verschrieben hat, was Hitler bzw. die Deutschen und ihre Helfer nicht schafften, diesen Menschen ist einiges zuzutrauen. Zynischer Weise, könnte man sogar sagen, dass sie wirklich nicht stolz darauf sein können. Schließlich lebt besagte Person, ein Jude/Israeli, ja noch.

2. Warum sollten die Israelis bei der arabischen Meisterschaft mitspielen WOLLEN?

Israel tat immer viel um von seinen Nachbarn akzeptiert zu werden. Ein Sportfest, was doch "völkerverbindent" ist, wie immer betont wird, stellt eine gute Gelegenheit zur Begegnung dar. Ob die Israelis nun wirklich dort spielen wollen oder nicht, kann ich aber nicht mit Sicherheit feststellen.

1. Ein Konstrukt namens “Palästina”, das seiner Meinung ja wahrscheinlich das Gebiet von Israel beinhaltet ist ein Staat, ebenso wie der Libanon. Gefordert wird aber Solidarität mit Völkern, nicht mit Staaten.

Nono. Palästina, ist eine Region. Auch, wenn meist mit Palästina, ein palästinensicher Staat gemeint ist. Siehe auch Wikipedia. Staat und Volk werden, von dem Antisemiten aber Synonym verwendet - so scheint es mir zumindest.

Wie kommt eigentlich die gesamte Antiimp Szene auf den Gedanken Israel sei ein imperialistischer Staat? Mir fallen dafür momentan keine Beweise ein… Aber vielleicht will mir ja der*die ein*e oder andere Person auf die Sprünge helfen.

Imerialistisch ist Israel in der Tat nicht, aber ein von de USA unterstützer, westlicher, kapitalistischer Staat, ein jüdischer dazu, im Herzen der arabischen Welt. Damit erfüllt Israel alle Feindbilder der Antiimps. Objektivität ist da nicht zu erwarten, wie man sieht.


Und kommt mir nun bitte nich mit irgendwelchen achso besetzten Gebieten. Die gibts nämlich de facto nicht.

Kommt auf die Grenzen an. Seid 1967 gibt es sehr wohl von Israel besetze Gebiete - in der Westbank. Nur die Frage wie schlimm das nun tatsächlich ist und ob diese Besetzung so schlimm oder ungerechtfertigt ist, also Ursache und Wirkung, bleiben zu klären.

Mittwoch, 5. September 2007

Die Nahostexperten und der Frieden

Inge Günther sucht nach der Zauberformel. Nach der Zauberformel zur Lösung des Nahost-Konfliktes. Unter dem vielversprechenden, aber nichts haltenden, Schlagwort "Analyse", durfte sie in der heutigen Ausgabe des "Kölner Stadt-Anzeigers" nach der Zauberformel zur Lösung des Nahost-Konfliktes suchen. Denn, wie sie in der ersten Zeile erklärt, "reden Olmert und Abbas ernsthaft über den Nahost-Konflikt". Hört sich toll an, denke ich mir, und stürze mich wissbegierig auf die Zeitung.

Schon die erste Zeile macht Hoffnung. Dort heißt es "Es klingt vielversprechend". Warum das so ist erfahren wir später. Olmert und Abbas besprechen die "Knackpunkte zur Lösung des Nahost-Konflikts". In besagtem Artikel heißt es:

Nach sieben Jahren wird wieder über die Knackpunkte zur Lösung des Nahost-Konflikts und die Rahmenbedingungen eines Palästinenserstaates geredet: Die Frage nach Jerusalem, Grenzen und Flüchtlingen.

Über Jerusalem könnte und müsste in der Tat debattiert werden. Jedoch zur richtigen Zeit, die noch lange nicht ist. Vorher müsste es eine ernstgemeinte Anerkennung Israels durch die gesamte arabische Welt oder wenigstens der israelischen Nachbarländern und der Palästinenser geben. Damit verbunden, müssten terroristische Gruppierungen mit aller Entschlossenheit der arabischen Staaten bekämpft werden. Diese, die beiden wichtigsten, Punkte werden aber in absehbarer Zeit wohl nicht erreicht werden. Von daher ist die ganze Diskussion sinnlos.
Die sogenannten "Flüchtlinge", Palästinenser, die während des Krieges von 1948 selbst gingen oder vertrieben wurden, spielen auch keine große Rolle. Zum einen, waren die friedlichen Palästinenser sogar während des arabischen Angriffskrieges (und danach) in Israel geduldet. Zum anderen, sollten sie in den beinahe sechzig Jahren, die sie nun nicht mehr in Israel wohnen, woanders sesshaft geworden oder verstorben sein. Trotzdem berufen sich massenweise Palästinenser auf ihr "Recht auf Rückkehr". Zu guter letzt, würde eine Massenimmigration von Moslems nach Israel das Ende für den jüdischen Staat bedeuten. Die Moslems, welche es als ihre religiöse Pflicht ansehen würden die Juden aus Palästina zu vertreiben, könnten in Israel Parteien gründen (oder bestehende wählen), die genau das fordern. Und Demokratie sei dank, wäre das auch möglich!
Nicht zu vergessen ist weiterhin, dass Juden in den 30'er und 40'er Jahren aus den meisten, wenn nicht allen, arabischen Staaten fliehen mussten, da sie dort nicht mehr als Bürger zweiter Klasse akzeptiert wurden. Über diese, wirklichen, Flüchtlinge verliert nie jemand auch nur ein Wort.
Trotz all dem ist Israel gewillt eine Lösung des "Flüchtlingsproblemes" zu suchen. Dafür stellen sie auch immer viel Cash in Aussicht, (meines Wissens nach) zuletzt 2000 in Camp David bzw. Taba.

Bleiben die Grenzen. Welche das sein sollen, weiß Günther auch bzw. sie schreibt:
Gleichzeitig will er [Olmert] vermeiden, dass ihm sein Rechtsaußen-Koalitionär Avigdor Liebermann abspringt. Klartext, wonach ein Staat Palästina, auf Basis der Grenzen von 1967 entstehen soll, eventuelle Abweichungen aber durch Landtausch kompensiert werden können, wird da schwer drin sein.

Diese beiden Sätze sind wirr, sehr wirr. Den Hauptsatz mal zum besserem Verständniss extrahiert: "Klartext wird da schwer drin sein".
Egal. Es geht um die Grenzen von 1967. Die sind auch vernünftig. Jedoch, wenn es denn wirklich zu dem Staat Palästina kommt, werden die Grenzen ein kleines Problem sein. Sicherheit für Israel, also ein Ende des Terrors und eine Abkehr von den antisemitischen und faschistischen Grundeinstellung vieler Palästinenser müssten zuvor bekämpft werden.

Dass Jerusalem, Flüchtlinge und die Grenzen entscheidende Konfliktpunkte sind ist nachweislich falsch. Solange nur über diese diskutiert wird, wird ein Frieden nicht möglich sein. Zumal es bemerkenswert ist, dass bei diese drei Punkten einseitig sind. Einseitig zu Ungunsten Israels.

Die Skepsis in Jerusalem und Ramallah sitzt tief, nach allem, was das israelisch-palästinensische Verhältniss belastet: Terror, die Toten, der Trennzaun in der Westbank, die Siedlungen. Es bedarf enormer Vorstellungskraft, um angesichts dieser Realität an eine Zwei-Staaten-Lösung zu glauben. Es könnte aber die letzte Chance sein, um den expandierenden Islamismus in der Region eine politische Alternative entgegen zu stellen.

Ein palästinensicher Staat ist zwar Teil des Islamismus, auch wenn dieser inklusive und nicht neben Israel existieren soll. Eine Alternative wäre er jedenfalls nicht.
Terror, Tote, der Trennzaun und die Siedlungen belasten das israelisch-palästinensiche Verhältniss wirklich. Hier ist Günther recht zu geben.
Jedoch geht der Terror von palästinensischer Seite aus, der Trennzaun ist eine Reaktion darauf und Tote nennt man in Palästina Märtyrer und werden gefeiert. Einzig der Siedlungsbau von israelischer Seite ist zu kritisieren. Solange es aber keine allgemeine Akzeptanz von Juden im "heiligem Land" gibt, machen ein paar Dörfchen den Kohl auch nicht fett. Ungeachtet dessen ist ein großteil der Siedler und die überwältigende Merheit der israelischen Bürger und Politiker bereit Siedlungen im Gegenzug für Frieden zu räumen.

Wir wollen mal hoffen, dass Olmert und Abbas klarer denken können als Inge Günther.


Alle Zitate aus dem "Kölner Stadt-Anzeiger vom 05.09.2007.

Dienstag, 4. September 2007

Zickenkrieg in Palästina

Schlachten werden oft nicht durch Waffen gewonnen oder verloren. Medien spielen zunehmend eine größere Rolle. Auch die Islamisten in Palästina wissen das.

Hamas accuses Fatah of desecrating Islam


Fatah accuses Hamas of desecrating Islam

Mittwoch, 29. August 2007

Der "nukleare Holocaust" und die Verwirrungen seiner Kritiker

Gestern war es wieder so weit. US-Präsident Bush hielt eine Rede, die auf die Gefahr des Irans aufmerksam machen sollte. Neben der Erwähnung, dass der Iran Terroristen im Irak, die Hisbollah und die Hamas unterstützt, machte er auch auf das Atomprogramm des Irans aufmerksam. Dabei beinhaltet die Formulierung des "atomaren Holocausts", bereits eine Relativierung der möglichen Judenvernichtung durch Mahmud Ahmadinedschad und den iranischen Mullahs.

Betrachten wir die Vergangenheit, so bleibt festzustellen, dass Antisemiten in ihrem Vernichtungswillen ernst zu nehmende Persönlichkeiten sind. Wurde Hitler erst als Dummschwätzer abgetan, entwickelte sich der obdachlose Penner zur treibenden Kraft, der den Tod von Millionen bedeuten sollte.
Kaum Beachtung dagegen fand Hadji Amin al-Husseini, Großmufti von Jerusalem, glühender Antisemit und Freund der Naziführung. Er war es, der den Judenhaß maßgeblich aus Deutschland in die arabische Welt importierte und bis heute das Denken viel zu vieler muslimischer Menschen prägt. Dafür wird diese wichtige Entwicklung aber viel zu selten erwähnt. In seinem Judenhaß war er von Hitler kaum zu überbieten. Al-Husseini war es auch, der tausenden Juden die Flucht in das unterbesiedelte Palästina verbot, so ihren Tod herbeizuführen wusste und oft genug seine Solidarität mit den deutschen Antisemiten, sowie seiner Hoffnung auf eine "engültige Lösung der Judenfrage" betonte. Was das bedeutet ist klar: totale Vernichtung.

Villeicht erklärt dieses Unwissen über al-Husseini auch warum der islamische Antisemitismus nicht als Export des deutschen Vernichtungswillen von der breiten Öffentlichkeit aufgenommen wird. Diese Theorie ist aber nicht sehr überzeugend. Wenn Mahmud Ahmadinedschad offen den Holocaust leugnet, Gruppen mit dem Ziel der Vernichtung Israel unterstützt, Israel Existenzrecht negiert und dabei an Atombomben bastelt, sollte auch der letzte Mensch im Westen mitbekommen haben, was im Iran vor sich geht. "Die Jüdische" berichtete heute sogar:

Er [Mahmoud Ahmadinejad] erklärte, dass der Iran de facto bereits eine Atommacht sei: 'Ich will Ihnen offiziell mitteilen, dass aus unserer Perspektive die Akte des atomaren Iran bereits geschlossen ist. Der Iran ist heute ein atomarer Iran, d.h. wir haben den "Brennstoffkreislauf" geschlossen. Der "nukleare Brennstoffkreislauf" ist ein notwendiger Schritt auf dem Weg zur Herstellung von Atomwaffen. [1]

Eine andere Theorie lässt sich wesentlich besser begründen. Nämlich die, dass außer den Vereinigten Staaten von Amerika und Israel selbst niemandem ernsthaft etwas daran liegt die Existenz des jüdischen Staates zu erhalten. Oder wer stellt sich sonst nocht aktiv hinter Israel?

Wenn von einem atomaren Militärschlag - und nichts anderes wäre dieser "atomare Holocaust" - die Rede ist, impliziert dies einen Vergleich mit dem atomarem Angriff auf Japan. Am 6. bzw. 9. August 1945 wurde das erste und einzige mal Atombomben abgeworfen, die Menschen im großen Stile töten sollten. So zweifellos falsch diese Entscheidung von den USA auch waren, bleibt doch zu betonen, dass Japan - verbündeter Nazideutschlands - sich auf Grund dieses Bündnisses schuldig machte und bis dato nicht kapituliert hatte. Erst nach diesen beiden atomaren Disastern konnte dem kriegerischen Treiben des zweiten Weltkreiges Einhalt geboten werden.


Mag es auch stimmen, dass die mögliche erneute Judenvernichtung eine atomare sein wird, so steht sie jedoch nicht in der Tradition von "Little Boy" und "Fat Man", den beiden Atombomben der US-Amerikaner. Vielmehr wäre sie eine Anknüpfung an den Vernichtungsgedanken eines Adolf Hitlers, Heinrich Himmlers oder den Adolf Eichmanns. Bush müsste hier auf seine Formulierung achten. Andernfalls wird er sicher nicht wieder zum "man of peace" von der Bahamas gekührt. [2]


[1] http://www.juedische.at/TCgi/_v2/TCgi.cgi?target=home&Param_Kat=16&Param_RB=&Param_Red=8415
[2] s. http://www.redaktion-bahamas.org/aktuell/Bagdad.htm

Sonntag, 26. August 2007

Iran in Antirassistischem Komitee / Iran on anti-racism committee

Da in deutschsprachigen Medien kaum (nur sperrlich im Newsletter der israelischen Botschaft und bei der fragwürdigen Seite "politicallyincorrect.de") darüber berichtet wurde, hier eine Übersetzung eines Artikels von ynetnews.com.

Achtung: Übersetzungsfehler meinerseits sind nicht auszuschließen!!


Iran in Antirassistischem Komitee

Islamische Republik wurde von der UNO für "führende Positionen" bei der Planung einer Anti-Rassismus Konferenz ausgewählt
von Yaakov Lappin Erschienen: 23.08.2007, 21:45 / Israel News

Despite its numerous calls for Israel's destruction, and repeated denials of the Holocaust, Iran has been selected by the United Nations for a leading position in a committee that will plan the 2009 UN World Conference against Racism.

Trotz der häufigen Aufrufen zur Vernichtung Israels, und wiederholter Leugnung des Holocausts, wurde der Iran von den Vereinten Nationen ausgewählt eine führende Position in einem Ausschuss gegen Rassismus bei der UN Welt Konferenz 2009 zu übernehmen.

The planning committee, which will meet for the first time in Geneva on August 27, will be made up of an inner circle of 20 UN member-states, to be headed by Libya.

Der geplante Ausschuss, welcher sich das erste mal in Genf am 27. August treffen wird, besteht aus einem innerem Kreis von 20 UNO Mitgliedstaaten, welche von Libyen angeführt werden.

The decision to include Iran in the committee has been slammed by UN watchdogs. "As a UN spokesperson against racism, Iran will invert totally the message and mission of the United Nations," Anne Bayefsky, senior editor of the New York-based Eye on the UN, said in a press release.

Die Entscheidung den Iran in das Kommitee aufzunehmen, wurde von Leuten die ein Auge auf die UNO halten, kritisiert. "„Als Sprecher der UNO gegen Rassismus wird der Iran die Botschaft und die Mission der Vereinten Nationen ins Gegenteil umkehren.“, sagt Anne Bayefsky, die Chef-Redakteurin des New Yorker "Eye of the UN", in einer Presseerklärung.

"Iran is now poised to wrap itself in a UN flag as a lead agent of the next global conference against racism, Durban II," she added, referring to the 2001 UN conference on racism held in Durban, South Africa, which saw unprecedented levels of anti-Zionist rhetoric and calls for Israel's destruction.

"Der Iran ist jetzt in der Lage als führender Vertreter und unter UNO Flagge bei der nächten weltweiten Konferenz gegen Rassismus, Durban II, zu handeln", fügt sie verweisend auf die UN Konferenz gegen Rassismus die in Durban, Süd Afrika, stattfand und wo es zu unerwartet vielen Äußerungen von anti-zionistischer Rhetorik und Israel's Zerstörung kahm.

Speaking to Ynetnews, Bayefsky said that "the leading exponents of anti-Semitism, whether directed at Jews individually or the Jewish people and its state generally, continue to be provided a global platform at the UN. This is but one example of a broader phenomenon."

Im Gespräch mit Ynetnews, sagte Bayefsky dass "die führenden Vertreter von Antisemitismus – sei es gegen einzelne Juden oder das jüdische Volk und seinen Staat allgemein – weiterhin eine globale Plattform in der UNO erhalten. Dies sei aber nur ein Beispiel eines ausgedehnten Phänomenes."

"Eye on the UN has found that in 2006 the UN system as a whole directed the most condemnations for human rights abuses against specific states - first towards Israel and fourth towards the United States. Iran was lower down on the list of UN human rights concerns," Bayefsky said, adding: "And yet the US taxpayer continues to pay a quarter of the bill for activities which demonize Americans and Israelis on a global scale."

"Eye on the UN hat herausgefunden, dass die UNO 2006 insgesammt die meisten Verurteilungen wegen Verstößen gegen die Menschenrechte - an erster Stelle gegen Israel und an vierter Stelle gegen die Vereinigten Staaten aussprach. Der Iran war weiter unten in der Liste bei Verstößen gegen die Menschenrechte," sagt Baxefsky. Sie fügt hinzu: "Und jetzt bezahlen die US-Steuerzahler ein viertel der Rechnung für Aktivitäten, welche Amerikaner und Israelis auf globaler Ebene dämonisieren."

A spokesperson for the UN's Office of the High Commissioner for Human Rights confirmed to Ynetnews that "Iran is one of 20 States who are members of the bureau of the Preparatory Committee," but added that "Iran does not occupy a leading role.”

Ein hoher Sprecher der UNO Behörde für Menschenrechte bestätigte Ynetnews, dass der "Iran einer von 20 Staaten ist, welche Mitglieder des geplanten Komitees sind." Er fügte jedoch hinzu, dass dem "Iran keine führende Rolle zukähme."

When asked how a state which openly denies the Holocaust could find itself in such a role, the spokesperson said: "The Preparatory Committee is an inter-governmental body, meaning States were chosen freely to sit on the Prep-Com. It is the Member-States who decide."

Auf die Frage, warum ein Staat welcher den Holocaust leugnet eine derartige Rolle bekommen könnte, sagte der Sprecher "Das geplante Komitee sei ein internationales Gremium, was bedeutet das Staaten frei gewählt werden teilzunehmen. Die Mitgliedstaaten entscheiden darüber."


"Fremdgesteuerte UNO"

Bayefsky explained that the structure of the UN's Human Rights Council has effectively been taken over by the countries of the Organization of the Islamic Conference (OIC), allowing Iran and Libya access to key roles.

Bayefsky erklärt, dass die Struktur der UNO Menchenrechtsrat wirksam von der "Organization of the Iskamic Conference" (OIC) übernommen wurde, was dem Iran und Libyen Schlüsselrollen zukommen lässt.

"The states were selected by the UN Human Rights Council and the Council is controlled by the Organization of the Islamic Conference. The majority of seats on the Council are held by the African and Asian regional groups and the OIC has a majority of seats on each of these groups. Western states do not have the votes to block this outrage and it is another example of the hijacking that has occurred of the UN's lead human rights agency," she said.

"Die Staaten wurden ausgewählt vom UNO Menschrechtseat un dieser Rat wird von der 'Organization of the Islamic Conference' kontrolliert. Die Merheit der Sitze des Rates werden von den afrikanischen und asiatischen reginalen Gruppen besetzt, in welchen die OIC eine Merheit in jeder dieser Gruppen hat. Westliche Staaten haben nicht die Stimmen diese Gräultaten zu verhindern und dies ist ein weiteres Beispiel dafür, dass die führenden UNO Menschenrechtsbeauftragten fremdgesteuert werden," sagt sie.

Reacting to the statements of the Office of the High Commissioner for Human Rights, Hillel Neuer, Executive Director of the Geneva-Based UN Watch organization, said that the UN had failed to explain how Iran had ended up on the planning council.

Als Reaktion auf die Äußerungen aus dem Büro des hohen Beauftragten für Menschenrechte, Hillel Neuer, ausführender Direktor der Genfer UN Watch Organisation, sagte die UNO hätte verfehlt zu erklären, wie der Iran den geplanten Rat beednete hatte.

"I think they are basically dodging the question," Neuer said. "To ask why Iran should be a member, and then to be answered that Iran is a member, is not an answer," he added.

"Ich denke im grunde genommen weichen sie der Frage aus," sagt Neuer. "Zu fragen warum der Iran ein Mitglied sein sollte, und dann zu antworten das der Iran ein Mitglied ist, ist keine Antowrt," fügt er hinzu.

"This conference is turning into a wolf in sheep's clothing. The United Nations’ government and diplomats do not think the way regular people think. They treat every country equally and do not use common sense principles. That attitude is contrary to the UN charter, which says members who act contrary to the charter's principles of supporting peace should be expelled," Neuer explained.

"Diese Konferenz wandelt sich in einen Wolf im Schafspelz. Die Regierungen der Vereinten Nationen und Diplomaten denken nicht so, wie normale Menschen denken. Sie behandeln jeden Staat gleich und verfolgen keine allgemeinen und sinnvollen Leitsätze. Diese Haltung läuft der Charter der UNO zuwider, welche sagt das Mitgliedstaaten die gegen die Prinzipien der UNO Charter handeln, ausgeschlossen werden sollten," erklärt Neuer.

"According many diplomats, this will be a fiasco in the making. And it should be noted there are African states that care about legitimate issues concerning racism and want those to be addressed. It's a shame that the Islamic states are intending on subverting this conference as they have done with the Human Rights Council and numerous other UN bodies," Neuer added.

"Laut vielen Diplomaten, wird dies ein Trauerspiel in der Entscheidung. Und es sollte bekannt werden, dass es viele afrikanische Staaten gibt, welche sich um legitime Belange bezüglich Rassismus, kümmern und um die sich gekümmert werden muss. Es ist beschäment das die Islamistischen Staaten beabsichtigen diese Konferenz, so wie sie es mit dem Menschenrechtsrat und vielen anderen UNO Abteilungen getan haben, zu untergraben," fügt Neuer hinzu.

"The High commissioner (Louise Arbour) has to speak truth to power. The high commissioner should express her concern that once again a leading human rights entity at the UN is being headed by Libya with Iran in a leadership position, whatever the UN may say. It undermines any last vestige of moral credibility," he said.

"Die hohe Beauftragte der Kommission (Louisr Arbour) muss die Macht beim Namen nennen. Die hohen Beauftragten sollten ausdrücklich ihre Besorgniss zum Ausdruck bringen, dass einmal mehr ein führendes Menschenrechtsgebilde bei der UNO von Libyen und unter Leitung des Iran geführt werden, was auch immer die UNO dazu sagt. Dies untergräbt den letzten Überrest moralischer Glaubwürdigkeit," sagt er.


"Israels begrenzten Optionen"

Asked what his advice would be for Israel on how to deal with the conference, Neuer said: "There is a limited amount of options for Israel. The analogy is to the UN General Assembly, where the numbers speak for themselves, and there is not much Israel can do to prevent certain resolutions."

Auf die Frage, was sein Rat für Israels Umgang mit der Konferenz wäre, sagte Neuer: "Es gibt eine begrenzte Menge von Möglichkeiten für Israel. Die Übereinstimmung der UNO Generalversammlung, wo die einzelnen Staaten für sich selbst sprechen, lässt nicht viele Möglichkeiten für israel solche Resolutionen zu verhindern."

"The key thing is to work on Western states like Canada and the Europeans. Israel has to be vigilant, has to closely monitor diplomatic developments, and needs to engage with its Western friends and to make sure that the Europeans stand firm and refuse to appease the extremists," Neuer added.

"Die Chance besteht darin, mit westlichen Staaten wie Kanada und den Europäern zusammen zu arbeiten. Israel muss wachsam sein, diplomatische Entwicklungen genau verfolgen, muss sich mit seinen wesltichen Freunden engagieren und muss sicher stellen, dass die Europäer zu Israel stehen und ablehnend gegenüber Appeasement vor den Extremisten," fügt Neuer hinzu.

According to Bayefsky, "Israel needs to point continually to the dangerous role played by the UN in undermining the welfare of the Jewish state and its people. The veil of legitimacy of the organization as a leader in human rights protection must be lifted."

Gemäß Bayefsk, "muss Israel kontinuierlich die gefährliche Rolle durch die Unterwanderung der UNO und der damit verbundenen gefahr gegenüber dem Wohlergehen des jüdischen Staates und seiner Bevölkerung, aufzeigen. Der Schleier der Legitimität der Organisation als Führer in Menschenrechtsschutz muss aufgehoben werden."


Link zum Artikel: http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3441314,00.html

Dienstag, 21. August 2007

Djihad in der jungen Welt

Eigentlich lese ich die "junge Welt" ja nicht. Wenn ich es dann doch mal tue, fällt mir wieder auf, warum ich sie normalerweise nicht lese. Besagte Zeitung folgt nämlich ein antizionistisch-, antisemitisches Grundverständniss, was letzlich auch der Hauptgrund für einige Autoren war sich 1997 von der Zeitung loszusagen und die "Jungle World" zu gründen. In der gestrigen Ausgabe (20. August 2007) interviewt die jW Leila Shahid. Shahid ist langjährige Vertraute von Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas und seit 13 Jahren bei der französischen Regierung akkreditiert ist. Desweiterin ist "Leila Shahid Vertreterin Palästinas bei der Europäischen Union" (junge Welt) Dementsprechend auch ihre Verwirrungen, die vom jW Publikum sicher auf breite Zustimmung stößt.

"Unsere Bevölkerung ist schon im Gefolge der 'Nakba', der Katastrophe von 1948, zerstreut worden. Ein Teil blieb in Israel, ein anderer ging ins Exil, und ein weiterer lebt in den seit der Eroberung von 1967 militärisch besetzten Gebieten."

Mit dem ersten Teil dieses Satzes lässt es sich noch halbwegs leben. Auch, wenn geschickt umgangen wird zu erwähnen dass die arabischen Armeen für die "Nakbar" die Verantwortung tragen, da sie es waren die den wenige Stunden zuvor gegründeten Staat Israel angriffen. Erst dadurch entstand, dass sogenannte "Flüchtlingsproblem", obwohl diese doch überwiegend freiwillig oder aus Angst vor den Israelis selber gingen, sowie die "Zerstreuung". Nicht zu vergessen ist, dass der UN-Teilungsplan keineswegs ein zusammenhängen jüdischen Staat vorsah. Erst der arabische Überfall war Auslöser diese Grenzen zu Gunsten Israel zu erweitern, da Israel die jüdischen Minderheiten auf palästinensischem Land so zu schützen versuchte. Auch das jüdische Volk sollte "zerstreut" sein.

Auch im Sechs-Tage-Krieg 1967, verteidigte Israel seine Bewohner. Israel führte einen Krieg gegen Gegner, die sich wie auch 1948 der Vernichtung Israels verschrieben hatten. Ebenfalls vergessen wird, dass Israel bereit war und ist Gebiete gegen einen Frieden mit den Palästinensern abzutreten. Dies ist nicht nur Konsens in der israelischen Gesellschaft, der Politik, sondern sogar auch unter den Siedlern. Was Basiswissen für den Nahostinteressierten sein sollte, und dazu wichtig für den geschichtlichen Verlauf des Konflikts ist, fällt hier mal ganz dezent unter den Tisch.

Es folgt noch mehr Quatsch:
"Wir sind nicht durch einen gemeinsamen Raum, ein gemeinsames Territorium verbunden. Wir sind also eigentlich auch nicht in der Lage, einen Bürgerkrieg zu führen."
Warum ein Bürgerkrieg nicht auch nur in einem Teil eines Landes toben kann, weiß sie auch nicht zu begründen.

Richtig stellt sie zusammenfassend fest und widerspricht sich damit selbst:
"Doch was sich in Gaza abgespielt hat, kann man nicht anders bezeichnen: Es war der Beginn eines Bürgerkriegs. Leider kann niemand garantieren, daß etwas Derartiges nicht auch im Westjordanland oder in den Flüchtlingslagern losgeht, denn es gibt Kräfte, die das anheizen."

Vollkommen falsch und von totaler Ignoranz geprägt ist sie, wenn sie die Verantwortlichen für den Bürgerkrieg sucht und meint: "Die USA verfolgen eine Bürgerkriegsstrategie, und das nicht nur in Palästina, sondern auch im Libanon oder im Irak."
Die Vereinigten Staaten von Amerika sind also für die uneinheit der Palästinenser, Libanesen und Iraker verantwortlich. Es sind nicht etwa die Leute der Hamas, des islmischen Dschihad oder Al-Kaida oder andere Islamisten, welche Muslime zum heiligen Krieg gegen Israel, USA und den Westen aufrufen. Nein, es sind die USA. Warum und wieso und überhaupt, weiß sie wohl auch nicht. Zumindest bleibt es bei einer Behauptung, Argumente fehlen.

"Der entscheidende Faktor, der dazu beigetragen hat, daß die Hamas gestärkt wurde, ist das Versagen der Fatah. [...] Sie [die Palästinenser] mußten erleben, daß die Bombardements enorm zunahmen, die israelischen Siedlungen ständig erweitert wurden, daß schließlich die Mauer errichtet wurde."
Das ist zwar ganz grob gesagt richtig, aber unvollständig. Wichtige erwähnenswerte Ereignisse wären die verpatzten Friedensverhandlungen von 2001 für dessen Scheitern Arafat ganz alleine verantwortlich ist. Darum gingen auch das Ausbauen der Siedlungen weiter, obwohl angeboten wurde, Siedlungen jensiets der 1967'er Grenzen für einen Frieden zu räumen. Stattdessen ging der Terror, vor allem mit der zweiten Intifada, weiter. Ein Grund für die Errichtung der "Mauer". Besagte "Mauer" kann aber nicht mal als "Mauer" bezeichnet werden, da sie nur an wenigen Stellen aus Stein, sondern zu aller meist aus Kontrollposten besteht. Da sie die Selbstmordattentäter auf ein Minimum reduzierte, war sie - auch wenn sie an einigen Stellen unfair verläuft - gerechtfertigtg. Bleiben die Bombadements. Da diese gezielten Tötungen nur wenige Unschuldige töteten und mit großer Sorgfltigkeit geplant und ausgeführt wurden, auch wenn das nicht immer gelang, sind sie ein legitimes Mittel um Terroristen im Krieg auszuschalten. Der Nutzen ihres Todes für einen Frieden übersteigt die möglichen Todesopfer um weites. Die palästinensische Bevölkerung selbst musste nie Angst vor israelischen Bombardements haben.

"Die Palästinenser haben sich bei den letzten Wahlen für die Hamas ausgesprochen, nicht etwa, weil sie ein islamistisches Programm hat. Sie wollten einfach von einer verantwortungsvolleren Partei vertreten werden. Leider haben die Amerikaner, die Europäer und sogar die arabischen Staaten sich geweigert, mit der Hamas zu verhandeln."
Die Hamas ist also eine verantwortungsvollere Partei, als die Fatah. Dabei sind sie es die unentwegt Israels Auslöschung fordern und tatkräftig daran arbeiten. Das ist auch ein sehr guter Grund nicht mit ihnen zu verhandeln. Wem Frieden ideologisch zu wider läuft, wer es mit dem Frieden nicht wirklich ernst meint, wie die Hamas, mit dem kann auch nicht verhandelt werden. Mag sie auch Recht haben, dass die Hamas hauptsächlich gewählt wurde, weil die Fatah zu korrupt ist, ließen sich die Wähler doch nicht dazu hinreißen eine andere Partei als die derer zu wählen, die um keinen Preis Frieden mit Israel wollen.
Verantwortungsbewusst ist die Hamas nur, wenn es darum geht Israel zu bekämpfen. Dann mangelt es weder an Willen noch Resourcen. Wenn Leila Shahid das mit "verantowrtungsvollere Partei" meint, dann habe ich ihr natürlich fürchterliches Unrecht getan. Zu guter Letzt haben Staaten wie Syrien und der Iran sehrwohl mit der Hamas paktiert und tun es immernoch.

"Wenn man es in dieser Weise ablehnt, mit den Menschen zu sprechen – was anderes läßt man ihnen dann noch als die Gewalt?"
Gewalt als Rechtfertigung dafür zu benutzen, dass mit vernichtungswahnsinnigen Gotteskriegern nicht verhandelt wird, und die Schuld dafür nicht mal den eigenen Reihen zu geben, ist wirklich großer Unfug.

Das komplette Interview gibt es unter diesem Link:
http://www.jungewelt.de/2007/08-20/046.php

Samstag, 18. August 2007

Noch mehr Terroristen!

Die USA wollen die iranischen Revolutionsgarde auf ihre Terrorliste setzen. Sowohl die EU als auch der Iran sind davon wenig begeistert.

Zwar steht noch nichts endgültig fest, US-Präsident Bush ließ jedoch verlauten, dass auch die iranische Revolutionsgarde auf die Terrorliste soll. Damit wäre es der US-Regierung möglich Vermögen der Garde im Ausland einzufrieren und Geschäftsbeziehungen mit ihnen zu unterbinden. Treibende Kräfte für diese Haltung Bush's sollen konservative Regierungskreise sein. "US-Aussenministerin Rice versuche so zweierlei zu erreichen. Zum einen sollen Cheney und die mit ihm Verbündeten in der Regierung 'ruhig' gestellt werden. Zum anderen diene die Ankündigung als Druckmittel gegenüber den Europäern und vor allem China, das sich im Sicherheitsrat gegen härtere Sanktionen stemmt", schreibt tagblatt.ch.

Die EU signalisiert, wie anzunehmen, Appeasement. Sie treffe unabhängige Entscheidungen darüber, welche Organisationen in eine entsprechende Liste aufgenommen würden, sagte ein Sprecher der EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel.

Die Revolutionsgarden verfolgen nicht nur alle Iraner, die sich der islamischen Rechtssprechung, der Schari'a, welche im kompletten Widerspruch zu Menschenrechten steht, wiedersetzen. Die 125.000 Mann starke Kampftruppe verfügt über ihre eigene Marine-Einheiten und Luftwaffe, wird unabhängig von der normalen Armee kommandiert und zu ihr gehört auch die Al-Quads-Truppe. Eine für "Sonderoperationen" im Ausland zuständige, hochspezialisiert, diszipliniert und fähige Eliteeinheit. Laut den USA und Israel unterstützen diese die libanesische Hizbollah, radikale Palästinensergruppen wie die Hamas, shiitische Milizen im Irak und die Taliban in Afghanistan. Theeran negiert zwar diese Beschuldigungen, macht aber kein Geheimnis aus der materiellen Unterstützung von Hizbollah, Hamas und irakischen Shiiten. Viele dieser radikalislamischen Gruppierungen sind zudem abhängig von der iranischen Unterstützung.

Eine Diskussion darüber zu starten, ob diese Streitmacht eines angeblich souveränen Staates, dem Iran, Terroristen sind oder nicht hat etwas zutiefst beunruhigendes. Bleibt nur zu Hoffen, dass die EU endlich aufwacht und ihre Appeasementpolitik beendet. Denn wie Churchill schon sagte: "Beschwichtigen heißt, ein Krokodil zu füttern, in der Hoffnung, dass es einen zuletzt frisst."

Donnerstag, 16. August 2007

Wettrüsten: Jetzt auch mit der Hizbollah

Der Iran supportet Hamas, Hisbollah und bezahlt Syrien z.T. russische Flug- und Panzerabwehrraketen. Nebenbei betreibt der Iran selbst ein Atomprogramm. Die USA rüsten dafür "gemäßigte" arabische Staaten auf. Unweigerlich drängen sich da Parallelen zum Kalten Krieg auf. Auch die extremislamischen Gotteskrieger der Hizbollah können nun (weitere) Erfolge verbuchen.

„Christen und Drusen im Südlibanon verkaufen ihr Land und ziehen fort, und die Shiiten kommen“, sagt der ehemalige christliche, libanesische Parlamentsabgeordnete Edmund Rizk. Die Hizbollah soll sich beim Landkauf vor allem auf das Gebiet nördlich des Flusses Litani konzentrieren, wo sie ungestört von der libanesischen Armee und den UN-Truppen agieren kann. Zudem erhöht dies ihre militärischen Ausgangsbedingungen für einen weiteren Krieg mit Israel. Hinter dem Landerwerb soll der shiitische Geschäftsmann Ali Tajeddine stehen.
Die Hizbollah hat zudem bereits die Gegend um das Dorf Chbail abgesperrt, welches nahe genug an der Grenze zu Israel liegt, um nach Israel Katyusha-Raketen abschießen zu können.

Grund zur Sorge bereitet jedoch eher die Verbersserung und Erneuerzng des Waffenarsenals der Hizbollah. Ihr Führer, Hassan Nasrallah, sprach vor zwei Tagen von einer „große Überraschung“ für den Fall eines erneuten Krieges im Libanon. Abd al-Bari Atwan, Chefredakteur der in England erscheinenden Zeitung Al-Quds Al-Arabi, und jemand der als einer der führenden Journalisten der arabischen Welt gilt, glabt zu Wissen, was Nasrallah's Überraschung ist.
Es soll nichts weniger als biologische und chemische Raketensprengköpfe sein. Von Propaganda seitens Nasrallah möchte er nichts hören, denn ihm nach ist Nasrallah ein Mann, „der nicht lügt“. Der nächste Krieg im Nahen Osten, so al-Bari Atwan werde ein „Krieg zwischen Gog und Magog“. „Wenn die Zündschnur des kommenden Krieges gezündet wird, wird dies womöglich der letzte Krieg in der Region sein, und die beteiligten Parteien werden nicht zögern, alle Waffen, die sie in ihrem Repertoire haben, zum Einsatz bringen.“ „So wie die Hisbollah nicht gezögert hat, das israelische Hinterland mit Raketen anzugreifen, so wäre es auch nicht überraschend, wenn sie in einer erneuten Auseinandersetzung Massenvernichtungswaffen einsetzen würden“, prophezeit al-Bari Atwan weiter.

"In der populären Überlieferung wird die Bezeichnung Gog und Magog als Synonym für eine dämonische und feindliche Bedrohung apokalyptischen Ausmasses gebraucht.
In der Offenbarung des Johannes (20,7-10) tauchen Gog und Magog als die Namen von Völkern auf, die am Ende der Tage Israel bedrohen werden. Der Begriff wird auch schon im Alten Testament (Ezechiel 38,38) erwähnt. Hier steht Gog als dunkler Fürst aus dem Lande Magog, der am Ende der Tage in Palästina einfallen wird."
[1]

Auch wenn es sich bezüglich der B- und C-Waffen nur um Spekulationen handelt; die Hizbollah rüstet neben dem Iran und Syrien weiter auf. Und sie wollen die totale Vernichtung des jüdischen Staates. Auf der anderen Seite stehen Israel, die USA und ein paar von "USrael" unterstütze arabische Staaten. Es ist unwarscheinlich, dass diese Situation nicht im Krieg endet. Im einem Krieg, der wiedermal die Existenz Israels und seiner Bürger bedroht. Und dieses mal ist der Erstschlag wichtiger denn jeh. In Zeiten von Massenvernichtungswaffen als Zweites zu reagieren ist tödlich. Als erstes anzugreifen jedoch kaum besser. Ein Dilemma für alle Beteiligten, die das Leben lieben.

[1] http://www.sphinx-suche.de/lexmonst/gog.htm

Montag, 13. August 2007

المادة مارك ولاية نيبراسكا العجله؟

Wenn man dem Googleübersetzungsprogramm glauben schenken darf, heißt diese Überschrift so viel wie "Haste mal 'ne Mark?" Grund für diese Frage ist eine Meldung über die Armut im Iran. Abdolreza Mesri, Sozialminister des Irans, sagte der iranischen Zeitung "Sarmajeh", im Iran leben 9,2 Millionen Menschen untehralb der Armutsgrenze. Von diesen 9,2 Mio wiederrum leben fast zwei Millionen unter der absoluten Armutsgrenze von 650.000 Rial (ca. 51€) pro Monat. Zudem sind drei Millionen der 70,4 Millionen Iraner arbeitslos, was in etwa 4,26 Prozent entspricht. Am 25.06.2005 verkündete die Süddeutsche Zeitung noch "Die Arbeitslosigkeit im Iran liegt offiziell bei 16 Prozent, Experten gehen jedoch eher von 30 Prozent aus." Aktuellere Zahlen, zur Armut wie zur Arbeitslosigkeit, die sich nicht auf Regierungsquellen stützen, konnte ich leider nicht finden. Abgesehen vom historischen vergleich, bleibt zu berücksichtigen, dass Regierungen im Allgemeinem dazu neigen zu ihrer Gunsten zu schwindeln. Folglich sind sowohl Arme wie Arbeitslose in hohem Maße zu beklagen.

Vor seiner Wahl 2005 hatte Ahmadinedschad versprochen, Armut und Arbeitslosigkeit im Iran entschlossen zu bekämpfen. Das war auch der Hauptgrund weßhalb er überhaupt gewählt wurde. Es gelang ihm jedoch nicht seine Versprechen einzuhalten, weßhalb er wachsender Kritik von Konservativen wie Reformern ausgesetzt ist. Eventuell mag auch das der Grund sein, wieso er Öl- und Industrieminister gefeuert hat - das sagen zumindest die größeren iranischen Zeitungen. Offiziell haben die beiden Minister ihren Rücktritt eingereicht.

Es ist kein Verbrechen in einer kapitalistischen Welt zu versagen. Es ist keine Schande zu den Verlierern zu gehören. Dem Kapitalismus ist immanent, dass es immer irgendjemandem schlechter geht als anderen. Wenn ein Staat, wie der Iran, der doch über massenweise Öl und Gas verfügt jedoch nicht in der Lage oder willens ist, die eigene Bevölkerung überhalb der Armutsgrenze zu halten ist das wirklich beachtlich und verwerflich. Aber wer weiß. Lenin würde das als revolutionäre Perspektive interpretieren. Hoffen wir, dass er mit dieser Annahme Recht hätte und das dem antisemitischen Mullahregime endlich ein Ende bereitet wird - und das nicht von den USA und/oder Israel.

Sonntag, 12. August 2007

Ahmadinejad hetzt wieder

Am 4. August 2007 war es wieder soweit. Ahmadinejad gab algerischen Zeitungen ein Interview in der er, mal wieder, Israels Existenzrecht verneinte. Sein Land unterstütze einen Palästinenserstaat im Nahen Osten "bedingungslos". "Was Israel angeht - die können sich einen anderen Ort suchen", so der iranische Präsident.

Das ist an sich nicht neues. Interessant ist eine andere Äußerung von ihm: "Der Islam untersagt die Ermordung von Unschuldigen, egal wo sie sind". Darum lehne Teheran "alle terroristischen Methoden egal welcher Namensgebung und welchen Motivs" ab. Das Mullah-Regime aus dem Iran unterstütz aber Terroristen wie Hizbollah und Hamas, in ihrem Djihad gegen Israel. Deren Anschlägen in erster Linie - beabsichtigt - unschuldige israelische Zivilisten zum Opfer fallen. Dazu leugnet der Iran den deutschen Massenmord an den Juden, lässt Menschen im eigenen Staat aufhängen und steinigen, und baut höchstwarscheinlich eine Atombombe, mit der er einen zweiten Holocaust praktizieren könnte und auch würde. Dass er die "Ermordung von Unschuldigen, egal wo sie sind" ablehnt ist nicht nur bitterer Sarkasmus. Sie dient einem anderen Zweck. In seiner bedingunslosen Unterstützung des palästinensischen Nationalismus kann er sich ebenso einer großen Gefolgschaft der Europäer und Araber wie auch der UN sicher sein. Auch die Forderung, Israel könne sich einen anderen Ort suchen wird bei der Weltöffentlichkeit, mal mehr mal weniger, auf Zustimmung stoßen. Einzig in Teilen der USA und in Israel wird Ahmadinejad als das begriffen was er ist. Ein heuchlerischer Antisemit, der seine Forderung nach einem Ende des Zionismus sobald er die Möglichkeit dazu hat, beenden und die israelische Bevölkerung vernichten wird.

Außderm wirft er dem Westen eine Doppelmoral vor. In Europa gäbe es Geheimgefängnisse, die USA hörten Telefongespräche ab und Israel richte "Gemetzel" an Palästinensern an, ohne dass dies als Skandal empfunden werde. Zwar richtet Israel keine "Gemetzel" unter den Palästinensern an - eher umgekehrt - aber auch dieses Vorurteil wird von vielen Menschen weltweit geteilt, weßhalb er sich auch hier als sympathischer Partner der Weltöffentlichkeit anbietet. Geheimgefägnissen - die Konsequenz auf den islamischen Terrorismus sind - wie auch das Abhören von Telefongesprächen sind sicher keine anstrebenswerten Maßnahmen gegen den Djihad der Islamisten. Dem Westen, bzw. der USA, diese Maßnahmen vorzuwerfen, gleichzeitig aber die Scharia als Gesetz anzuwenden und Terroristen zu unterstützen ist wirklich doppelmoralisch. Auch hier bedient Ahmadinejad Ressentiments gegenüber den Vereinigten Staaten, die sowohl in der arabischen wie auch der europäischen Gesellschaft auf Zustimmung stoßen werden.

Alles im allen kann Ahmadinejad einen weiteren propagandistischen Erfolg verzeichnen, der die USA und Israel weiter isolieren in ihrem Kampf gegen die Islamonazis.

Samstag, 4. August 2007

Pallywood

Youtube Beschreibung:
Palastenians putting up shows for the world's media to view, documentry that will truely shock you - and the rest of the world just beleive it. Get the TRUTH!

Donnerstag, 26. Juli 2007

palästinensisches Geld für Jihaddisten

Mehrmals schnitt ich Israels Vorhaben Geld an die Palästinenser auszuzahlen bereits an. In einem Artikel schrieb ich dazu: "Das Geld landet wahlweise in den Taschen korrupter Politiker oder wird in Waffen gegen Israel investiert. Wieso sollte das diesmal anders sein?" Wie sich herausstellte war meine Frage mehr als berechtigt.

In der isralischen Tageszeitung "Yedioth Ahronot" vom 24.07.2007 heißt es hierzu:
"Als Israel sich entschied, die 600 Millionen Dollar freizugeben, die es von der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) zurückbehalten hat, war nicht beabsichtigt, dass das Geld dazu verwendet werden würde, das Bankkonto des früheren palästinensischen Ministerpräsidenten Ismail Haniyeh zu füllen. Nun hat sich jedoch das palästinensische Finanzministerium dazu entschieden, die monatlichen Gehälter von Regierungsmitgliedern, darunter Hamas-Mitgliedern, auszubezahlen.

Jede dieser Personen erhielt am Montag 21 000 NIS aus der Staatskasse des palästinensischen Finanzministers und Ministerpräsidenten Salam Fayyad. Zu ihnen zählt auch der ehemalige Außenminister Mahmoud al-Zahar, einer der radikalsten Hamas-Führer."


21 000 NIS sind ungefähr 3.619€. Eine, selbstgebaute, Kassam-Rakete kostet in etwa fünf Euro; ergibt also 723 Raketen pro Kopf und Monat.

Zu Recht kritisieren Fatah-Mitglieder die Entscheidung des palästinensischen Finanzministers. "Yedioth Ahronot" schreibt dazu:
"Jüngere Fatah-Mitglieder haben diesen Schritt verurteilt und PA-Präsident Mahmoud Abbas vorgeworfen, 'doppelte Maßstäbe' gegenüber der Hamas anzulegen – 'er hat ihnen den Krieg erklärt, zahlt ihnen aber ihre Gehälter und hilft ihnen bei der Stabilisierung ihrer Regierung in Gaza'."

Damit ist wohl alles gesagt und meine Prognose erfüllt.

Montag, 23. Juli 2007

und immer gewinnen die Antisemiten

Wann immer Antisemiten in jüngster Vergangenheit Erfolge verzeichnen konnten, waren Iran und Syrien nicht weit. Erinnert sei an dieser Stelle an die Fatah al-Islam im Libanon und die Hamas in Gaza, die beide bei ihrem Jihad gegen Israel und die Juden von Syrien und dem Iran unterstützt werden. Beide Gebiete geraten so immer weiter in finanzielle, logistische und militärische Abhängigkeit vom Iran. Den neuesten Coup landete der Iran aber gegen die, sich für eine "Land-für-Frieden-Abkommens" engagierende, Saudi-Arabische Regierung.

Obwohl Saudi-Arabien sich seit 1948 offiziell im Kriegszustand mit Israel befindet, ist König Abdullah bin 'Abdul-'Aziz Al Saud - Staatsoberhaupt und Regierungschef Saudi-Arabiens - beführworter einer Einheitsregierung aus Fatah und Hamas in den palästinensichen Autonomiegebieten. Außerdem befürwortet er eine "Land-für-Frieden-Abkommens" im israelisch-palästinensichem Konflikt. An dieser Einstellung hat sich auch nach dem Putsch der Hamas in Gaza nichts geändert.

Aus Angst vor Terroranschlägen, teilte ein hochrangiger Vertreter des israelischem Sicherheitsapperates am Samstag mit, hat Saudi-Arabien Abstand von der Unterstützung eines "Land-für-Frieden-Abkommens" genommen. "Wir schätzen, dass die Saudis aus Misstrauen gegenüber dem Iran und Furcht vor vom Iran und der Al-Qaida protegierten Terrorangriffen kalte Füße bekommen haben", stellt die Quelle fest. "Unseren Informationen zufolge hat es der Königspalast mit der Angst zu tun bekommen, sich von der Friedensinitiative zurückgezogen und den politischen Ball dem Hof des jordanischen Königs Abdallah zugespielt." Saudi-Arabien vermied es letzte Woche, sich – im Gegensatz zu Israel, Ägypten, Jordanien und Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas - auf eine Teilnahme zu Gunsten eines neuen Zusammentreffen festzulegen.

Der iranische Präsident, Ahmadinejad, scheint seine Dorhung, die er vor kurzem in Syrien aussprach wahr zu machen: "Im Sommer ist es immer heiß, und wir hoffen, dass mit den Temperaturen auch die Siege der Völker dieser Region steigen und im Ergebnis die Feinde dieser Region geschlagen werden." In Damaskus bezeichnete er es weiterhin als Pflicht des Iran, "den bewaffneten Kampf des palästinensischen Volkes zu unterstützen". Nach dem Erfolg im Libanon, Gaza und nun auch in Saudi-Arabien scheint es bestens für ihn und seine Forderung nach einer Welt ohne Zionismus zu laufen.

Mittwoch, 18. Juli 2007

Begnadigung für 256 palästinensische Gefangene

Nachdem Israel nicht nur Lebensmittel, Strom, Wasser und Benzin nach Gaza liefert, beachtliche Mengen Geld Abbas zukommen lässt, fast 180 palästinensiche Militante die Amnestie - für so gut wie keine Gegenleistung - anbietet wurde gestern zudem beschlossen 256 palästinensische Gefangene aus den behütenden Armen der israelischen Justiz zu verbannen.

Lediglich zwei der sieben Minster - Verkehrsminister Shaul Mofaz (Kadima) und Industrie-, Handels- und Arbeitsminister Eli Yishai (Shas) - stimmten gegen die Freilassungen. Sobald die Namen der zu entlassenden veröffentlicht werden, bleiben den Israelis 48 Stunden Zeit, gegen den Beschluss zu klagen.

Nicht nur Israel, auch die USA stimmt in die Appeasement-Politik mit ein. Die US-Regierung kündigte an, den Vereinten Nationen zur Unterstützung der Palästinenser 40 Millionen Dollar zukommen zu lassen. In erster Lienier sollen von diesem Geld jedoch die Menschen im Gazastreifen profitieren. Dafür - so war in Regierungskreisen zu hören - sollen 86 Millionen Dollar (62,4 Millionen Euro) Abbas zukommen. Auch die USA wollen damit beweisen, dass sich moderate Politik auszahle.

Abbas steht vor einer historischen Chance. Bricht er mit der traditionellen Korruption seiner Vorgänger? Wird er sich um Frieden im Nahen Osten bemühen? Oder wird er den Jihad gegen Israel mit dem Geld von USA und Israel finanzieren? Wir dürfen gespannt sein.