Laut einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin sehen 9% der Deutschen „eine Diktatur besser an als die Demokratie“. 11% meinten, dass das „NS-Regime auch seine guten Seite hatte“ und 11,2% vertreten die Ansicht, dass „Hitler abgesehen von der Shoah ein guter Staatsmann“ war. Dass „die Deutschen, schon von Natur aus anderen Völkern überlegen seien“ glauben 14.8%. 15% wünschen sich „einen Führer, der sie regiert“, 26% wollen eine Partei, die „die Volksgemeinschaft insgesamt verkörpert“. Laut der Studie weisen außerdem 26,7% „Fremdenfeindliche Einstellungsmuster“ auf. 43,8% der Menschen aus dem Osten und 35,2% der Westdeutschen meinen, „dass Ausländer nur nach Deutschland kommen um den Sozialstaat auszunutzen“.
Da sich diese Studie auf sehr eindeutig als rassistisch zu entlarvende Aussagen bezieht kann sie wohl kaum als repräsentativ angesehen werden. Dennoch vermittelt sie einen ungefähren Eindruck wie viele Deutsche sich zu zweifelsfrei rassistischen Aussagen bekennen.
Um den etwas versteckten gesellschaftlichen, den sekundären, Rassismus zu erkennen bedarf es vor allem kritischem hinhören und genauem lesen. Nicht immer ist Rassismus so leicht zu entlarven. Meist geht Rassismus einher mit Formulierungen, wie „wir Deutsche“, abwertenden Begriffen wie „Illegale Menschen“, oder Wörtern wie „Paki“, „Zecke“ oder „Nigger“.
Oft sind es vorallem die Verhaltensweisen gegenüber farbigen Personen, die Menschen als Rassisten entlarven. Wenn der Platz neben schwarzen in Bus&Bahn trotz sonst voller Plätze leer bleibt, wenn weiße schneller und besser bedient werden als schwarze oder der demonstrative Blick auf den Boden, wenn ein schwarzer Mitbürger einem entgegen kommt.
Vermeintliche „nicht-Deutsche“ werden zum Feindbild erklärt und anders, abwertend behandelt. Dieses Phänomen kann im ganz normalem Alltag beobachtet werden. Dazu bedarf ist lediglich funktionierender Augen. Bei den Beobachtungen wird auch schnell klar werden, dass sich Rassismus durch alle soziale Schichten zieht. Rassismus ist kein Randproblem. Die Existenz von Rassisten ist also nicht auf „schwierige Umstände“ zu reduzieren, was letzlich nur davon ablenkt, dass es sich bei Rassismus um ein Problem des gesamten Gesellschaft handelt.
Sicher sind „schwierigen Umstände“ (niedriger sozialer Stand, soziale Isolation, Einfluss von Freunden) förderlich damit Menschen , sich in rechtsextremen Strukturen organisieren, aber sie sind nicht alleinschuldig. Die wahren Ursachen sind tief in der Gesellschaft verwurzelt und können auch nur dort bekämpft werden.
Antifas und aufmerksame BeobachterInnen haben zudem längst gemerkt, dass (Neo-)FaschistInnen i.d.R. konsequenzenlos agieren können. Meint: die meisten Deutschen stört es wenig bis kaum, wenn Nazis in ihrer Nachbarschaft wohnen und – in welcher Weise auch immer – (politisch) aktiv werden. Sie nehmen ihre Existenz hin, ohne sie zu outen (öffentlich bekannt machen), sie zu bekämpfen.
Wenn Nazis frei agieren können, ohne auf irgendwelche Konsequenzen aus der Mitte der Bevölkerung zu stoßen, werden sie weiterhin ihre menschenverachtenden Ideen verbreiten können – und immer mehr Menschen für ihre Ideologie gewinnen können. Auch, wenn die Mitte zwar längst „braun“ ist, sind es doch die Neonazis die physische Gewalt ausüben, was der wichtigste Unterschied zwischen gesellschaftlichem und neonazistischem Rassismus ist.
Kampf dem Rechtsextremismus, der wie wir gemerkt haben nicht „extrem“ sondern Normalfall ist, heißt Kampf dem gesellschaftlichem Rassismus!
Samstag, 14. April 2007
Braun bis zur Mitte
Ursachen von Faschismus
Warum Menschen zu Rechtsextremismus neigen, scheint den meisten Menschen bekannt zu sein. Vor allem die „große Arbeitslosigkeit (gerade im Osten Deutschlands)“, die damit verbundene niedrige soziale Stellung in der Gesellschaft, vorausgegangene schlechte Bildung, soziale Isolation – damit verbunden das streben nach einem Gemeinschaftsgefühl, zerrissene Familienverhältnisse, und der „schlechte Einfluss von Freunden“ wird für die Rechte Karriere verantwortlich gemacht.
Diese herkömmlichen Argumentationsmuster verklären Nazis allerdings zu Opfer ihrer sozialen Umstände was falsch ist.
Viele Polizeibeamte zum Beispiel, die einen geregelten und zukunftssicheren Beruf auf Grund ihres Beamtenstatus haben, neigen ebenfalls dazu sich rechtsextremen Positionen anzuschließen oder mit diesen mindestens zu sympathisieren.
Auch StudentInnen, welche die Wissenselite verkörpern und von sich behaupten kritischer als die durchschnittliche Gesellschaft zu sein, antworten auf Fragen die sich mit Einwanderung, Asylpolitik und Legalisierung von so genannten Illegalen befassen ähnlich rassistisch wie Nazis.
Dass Rassismus und Antisemitismus, die wesentlichen Bestandteile des Faschismus, längst in der Mitte der Gesellschaft etabliert sind, werden bald folgende Artikel zeigen. Als wichtigste Erkenntnis bezüglich der Ursachen von Faschismus lässt sich festhalten, dass Faschismus ein politisches und eben kein soziales Problem ist.
Wo ist Israel?
Nachdem schon die katholischen Christen für Schlagzeilen in Israel gesorgt haben, legt nun die evangelische Delegation nach.
Vor dem Besuch in Israel konnte man auf der Internetseite vom EKD (Evangelische Kirchengemeinde Deutschland) nachlesen, dass Juden Christenmörder seien (inzwischen ist entsprechender Artikel entfernt worden). Nun sorgt eine neue Story für Schlagzeilen.
Auf einer Pressekonferenz wurde eine Landkarte veteilt, auf der zwar der jüdische Staat Israel in seinen ungefähren Grenzen eingezeichnet ist, der Name Israel jedoch fehlt. Der Pressesprecher des EDK, Christian Vetter, erklärte dazu "Möglicherweise ist der Name Israels bei Fotokopieren der Karte herausgefallen."
Dass viele Antisemiten Israel ebenfalls nicht mit Namen, aber mit Grenzen, in Karten einzeichnen dürfte auch dem EDK bekannt gewesen sein...
Hier die Karte:
Freitag, 13. April 2007
Antisemitismus ist, wenn man die Juden noch weniger leiden kann, als es an sich natürlich ist.
Es gab viele Versuche den Antisemitismus zu definieren. In der Regel blieben die Erklärungsversuche auf sozioökonomische Faktoren wie die „wirtschaftliche Lage“, die „Funktion der Juden in einer kapitalistischen Gesellschaft“ oder den „Anteil von Juden an bestimmten Berufen“ beschränkt. Mit solchen „Definitionen“ wird der Antisemitismus verklärt und nicht erklärt.
Ein sehr wichtiger Aspekt, vermutlich der allerwichtigste, wird bei dem Versuch den Antisemitismus zu erklären immer konsequent übersehen. Es ist ein weit verbreitetes Bedürfnis die Juden für ihre Probleme verantwortlich zu machen. Es macht geradezu Spaß die Juden als Quelle allen Übels anzusehen. Herrmann Bahr hat das vor über 100 Jahren (1893) sehr gut herausgearbeitet „Der Antisemitismus will nur sich selber. Er ist nicht etwa Mittel zum Zwecke. Der einzige Zweck des Antisemitismus ist der Antisemitismus. Man ist Antisemit um Antisemit zu sein. Man schwelgt in diesem Gefühle. [...] Der Antisemitismus ist der Morphinismus der kleinen Leute [...] Man kann mit Gründen gegen den Antisemitismus nichts richten. Wer Antisemit ist, ist es aus der Begierde nach dem Taumel und dem Rausche einer Leidenschaft. Er nimmt die Argumente, die ich gerade die nächsten sind. Wenn man sie ihm widerlegt, wird er sich andere suchen, wenn er keine findet, wird es ihn auch nicht bekehren, mag den Rausch nicht entbehren. Ein zweites Zitat von ihm: „Wenn es keine Juden gäbe, müssten die Antisemiten sie erfinden, sie wären sonst um den Genuss der kräftigen Erregung gebracht.“ 50 Jahre später schrieb Jean-Paul Sartre den Satz fast identisch nieder „Wenn es keine Juden gäbe, der Antisemit würde ihn erfinden.“ Auch Sartre erklärt, dass der Antisemitismus „vor allem eine Leidenschaft ist“, die sich „in das Gewand theoretischer Vorschläge kleiden (kann)“.
Sowohl Bahrs wie auch Sartres Ansätze scheinen richtig zu sein, da sie einen Schwerpunkt die emotionale, sinnliche Qualität des Antisemitismus legen, und nicht auf sozioökonomische Faktoren.
„Antisemitism is if you cannot stand the Jews more than it is natural“ („Antisemitismus ist, wenn man die Juden noch weniger leiden kann, als es an sich natürlich ist.“) ist nicht ein Witz, sondern die wohl beste Definition des Antisemitismus. Der Satz spricht aus, worauf es beim Antisemitismus ankommt. Antisemitismus ist kein abweichen von der Regel, sondern die Regel selbst. Ein negatives Verhalten gegenüber Juden ist keine Ausnahme sondern der Normalfall. Über diesen Normalfall empört sich kaum jemand. Antisemitismus ist dieser Normalfall in noch extremerer, deutlicher Ausprägung.
Wahr ist aber auch, dass „traditionelle Antisemitismus“ abnimmt. Dafür ist „sekundärer Antisemitismus“ in erschreckend hohem Maße in Deutschland und der Welt vertreten. Ich möchte mich im folgendem auf Deutschland beschränken. Alle Daten sind von GMF-Survey aus dem Jahre 2004. Befragt wurden 3.000 Menschen ohne Migrationshintergrund, lebend in Deutschland. Dieser Hinweis ist relevant da gerade junge Muslime verstärkt zum Antisemitismus neigen.
Zum traditionellem Antisemitismus:
21,5% der Befragten stimmen der Aussage zu, dass „Juden in Deutschland zu viel Einfluss haben“, 17,4% sind der Ansicht, dass Juden mindestens eine Mitschuld an ihrer Verfolgung haben.
Zum sekundärem oder neuem Antisemitismus:
45,2 % sind der Ansicht, dass die Juden versuchen aus ihrer Vergangenheit im III. Reich versuchen Vorteile zu ziehen, 68,3% ärgern sich darüber, „dass den Deutschen auch heute noch die Verbrechen an den Juden vorgehalten werden“. 62,2% sind es leid, „immer wieder mit den deutschen Verbrechen an den Juden konfrontiert zu werden.“ Eine erschreckend hohe Zahl, möchte also einen Schlussstrich unter der Geschichte ziehen. Zugunsten einer Nation wo Auschwitz, das Menschheitsverbrechen, vergessen ist.
55,6% meinen, dass „die deutschen Juden sich stärker mit Israel als mit Deutschland verbunden fühlen.“ Dass „Juden hierzulande sich mehr für israelische als für deutsche Angelegenheiten interessieren“ meinen 47,8% zu wissen.
„Durch die israelische Politik werden mir die Juden immer unsympathischer“ räumen 31,7% der Befragten ein. 44,4% stimmen der Aussage „Bei der Politik, die Israel macht, kann ich gut verstehen, dass man etwas gegen Juden hat“ zu. Hier werden Juden und die Politik Israels in einen Topf geschmissen.
Dass „Israel einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser führt“, glauben 68,3%, 51,2% meinen, dass „was der Staat Israel heute mit den Palästinensern macht, im Prinzip auch nichts anderes sei als das, was die Nazis im Dritten Reich mit den Juden gemacht haben.“ Hier werden Opfer zu Tätern gemacht, was letzendlich nur dazu dient die eigene, die deutsche, Schuld zu lindern und eine Rechtfertigung für die Shoah zu schaffen.
81,9% werden wütend, „wenn sie daran denke, wie Israel die Palästinenser behandelt“ und 86% finden es „ungerecht, dass Israel den Palästinensern Land wegnimmt.“ Bei ersterer Aussage wird vergessen, dass die Palästinenser noch um einiges brutaler gegenüber Israel agieren. Die zweite Aussage ist genauso undurchdacht, da so gut wie jeder Staat anderen Völkern Boden weggenommen hat und es wird vollkommen die Notwendigkeit eines jüdischen Staates zum Schutz von Jüdinnen und Juden weltweit, außer acht gelassen. Dass die Notwendigkeit besteht, daran lässt die Studie wohl keinen Zweifel.
Faschismus ist ein Verbrechen – keine Meinung
Faschismus ist eine Ideologie, die sich auf Ausgrenzung von Menschen auf Grund von rassischen, sexistischen, religiösen – ganz besonders Antisemitismus – stützt.
Folgend sollen wesentliche Charaktermerkmale des Faschismus knapp zusammengefasst und erläutert werden.
- Führerprinzip: Eine verbindliche Ideologie, die das gesamte Leben von Staat über Verwaltung bis zum privaten Alltag bestimmen soll. Die Ideologie ist auf die polit. Führungselite ausgerichtet.
- Totalitarismus: Nichtzulassen oppositioneller Stimmen, Einschüchterung, keine Gewaltenteilung, Anti-freiheitlich, also autoritäre Machtstrukturen.
- Superiorismus: Vorstellung der Überlegenheit einer Gruppe, Nation, Kultur oder Rasse gegenüber einer anderen.
- Sozialdarwinismus: „Auslese der Besten“.
- Rassismus: Terror, Repressalien u.ä. gegen Menschengruppen auf Grund von rassischen Eigenschaften (Hautfarbe, Abstammung, Körperbau).
- Nationalismus: Positive Identifikation mit der eigenen Nation.
- Ideologische Weltanschauung: Blut- und Weiheritualen, mystisch-irrationale Weltanschauung (mystisch: geheimnisvoll, unbeschreiblich; irrational: gegen den menschlichen Verstand); antiaufklärerisch (aufklärerisch: geistige Entwicklung ohne starre, überholte, Vorstellungen, Vorurteilen, Ideologien).
- Gewaltsames Machtstreben: Putsche von Militärs, Einschüchterung durch Kampfverbände (z.B. SA).
- „Gerechte Todesstrafe“: (min. tendenzieller) positiver Bezug auf die Todesstrafe.
- Antisemitismus: Die Juden noch mehr zu hassen, als es eigentlich normal ist.
Faschismus produziert(e) Terror und Ausgrenzung von „Volksfremden“ (MigrantInnen, Oppositionelle, Jüdinnen und Juden, Behindere), Krieg, damit verbunden Hunger, Zwangsarbeit, brutale Unterwerfung von Menschen, unendliches Leid in davon betroffenen Familien und gipfelte in der industriellen Vernichtung in den Gaskammern von Auschwitz.
Mittwoch, 11. April 2007
ZSK - Antifa Punkrock
Die Punkrockband ZSK gründete sich 1997 in Göttingen und brachte im selben Jahr ihr erstes Tape "Keep Skateboarding Punkrock" heraus. Es folgten die CD's "Split" (1999), "Riot Radio" (2002), "If Liberty Means Anything At All", From Protest To Resistance (beide 2004), "We Are The Kids", "Riot Radio", "5 Track Festival CD 2005" (alle: 2005), "Discontent Hearts And Gasoline" (2006) und die Single "Alles steht still" (2006). 2007 folgte das Abschiedsalbum "Wenn so Viele schweigen müssen wir noch lauter schreien". Das Album wurde nach dem 2006 veröffentlichten Song "Wenn so viele Schweigen" benannt.
ZSK, das waren von 1997-2002 Joshi (Gitarre & Gesang), Eike (Bass), Flori (Schlagzeug) und Niki (Gitarre). Seit 2002 ist Beni an Stelle von Niki an der Gitarre aktiv.
Am 24. März 2007 löste sich die Band nach einem Abschiedskonzert in Hamburg auf.
Ihre Songs richten sich vorallem gegen Rassismus, die EU, Staaten, Abschiebung und Neofaschisten. Zu den bekanntesten Songs gehören "Keine Angst", "Alles steht still", "We Will Stop You", "Kein Mensch ist illegal" und "Was uns noch übrig bleibt". Bekannt wurde ZSK mehr durch ihre DVD Kein Bock auf Nazis, als durch ihre Musik.
ZSK ist definitiv eine der Bands für die es sich lohnt auch mal etwas Geld locker zu machen...
Hier ein paar Hörproben:
Keine Angst
Alles steht still
We will stop you
Kein Mensch ist illegal
Was uns noch übrig bleibt
Montag, 9. April 2007
Verlogener Pazifismus
Die Ostermärsche sind wieder im gange, die deutschen Pazifisten demonstrieren für "Frieden und Abrüstung". Eigentlich keine schlechte Forderung - wären die Meinungen nicht so einseitig und pauschalisierend. Alle folgenden Zitate (kursiv) sind der Internetseite www.friedenskooperative.de entnommen. Ich werde ein paar, wie ich finde, wichtige Stellen dieser Rede kommentieren und so hoffentlich klarmachen wie verlogen dieser Pazifismus ist.
Zurzeit stehen über 7.800 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr auf drei Kontinenten, in 10 Staaten im Einsatz. Mit dem Bundestagsbeschluss über die Entsendung von 6 Tornadokampfflugzeugen und 500 weiteren Soldatinnen und Soldaten nach Afghanistan verstärkt die BRD ihr Engagement sogar noch.
"Womit haben es die Afgahnen bloß verdient vor den Taliban geschützt zu werden?" fragt man sich da doch. Die Taliban weiter morden lassen, statt die Bevölkerung vor den rücksichtslosen Terroristen zu schützen, scheint die Alternative der um Frieden bewegten Gutmenschen ("Pazifisten") zu sein. Hat denn niemand den "Pazifisten" gesagt, dass die deutschen Soldatinnen und Soldaten - woimmer sie auch eingesetzt sind - zur Sicherung der ansässigen Bevölkerungen eingesetzt sind?
Ein solcher Abzug würde nicht nur den Konsequenzen aus dem NS-Faschismus wie sie im Schwur von Buchenwald formuliert sind - Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg! - Rechnung tragen und dem Geist und Wortlaut des Grundgesetzes entsprechen, sondern entspricht auch dem mehrheitlichen Willen der deutschen Bevölkerung.
Was würden die Häftlige von Buchenwald wohl zu dem Terror von Islamfaschisten und den Hass auf die Alliierten Nationen sagen, die sie einst befreiten? "Die Vernichtung des Faschismus mit all seinen Wurzeln bleibt unser Ziel." steht auch im Schwur von Buchenwald. Wie können sich "Pazifisten", die sich auf den Schwur von Buchenwald berufen, außer acht lassen, welche Gefahr heute von Islamisten ausgeht?
Ich möchte garnicht anfangen, darüber zu spekulieren was die "Pazifsten" wohl zu den Angriffen auf Nazideutschland sagen würden. Ich tippe darauf, dass diese in ihren Augen abscheuliche Verbrechen waren.
Die Militärausgaben der führenden Militärmacht der Welt, der USA, haben sich binnen der letzten 10 Jahre verdoppelt. Im Jahr 2008 will die USA die unvorstellbare Summe von 481 Mrd. US Dollar für ihren Militärapparat ausgeben.
Es ist mehr als Schade, dass der Autor (Jan Menschenski) sich nicht die Mühe macht zu überlegen warum die USA soviel Geld für ihren Militärapparat ausgeben muss. Letztlich war es islamistischer Terror gegen den sie, relativ alleine, etwas unternehmen. Aber zu dieser Überlegung scheinen die Gutmenschen nicht imstande zu sein. Wenigstenz können sie sich einer großen Gefolgschaft sicher sein, kritisieren und verdammen sie die USA.
Mixa, Du Macho!
Da Walter Mixa nicht namentlich im ersten Artikel meines Blogs für seine Ansichten gerügt wurde, werde ich dieses Versäumnis nun nachholen. Der katholische Bischof sorgt erneut für Schlagzeilen, die man (und gerade frau) sich näher ansehen sollte. Diesmal hatte er sich zur Aufgabe gemacht die Anti-sexisten und Feministinnen zu ärgern.
Mixa kritisierte die Pläne der Familienministerin, Ursula von der Leyen (CDU), für mehr Krippenpläte als "zutiefst unsozial und familienfeindlich". Für das Weltbild der Kirche eine typische, frauenfeindliche, Äußerung. Gehören Frauen doch an den Herd, sollen auf die Kinder aufpassen, keine Widerworte geben und auf den Mann hören.
Willkommen im Patrichat!
Er warf von der Leyen weiterin "veraltete feministische Forderungen aus den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts" vor und meinte, sie würde die Berufstätigkeit von Müttern forcieren. Leider sind viele Mütter gezwungen für den Lebensunterhalt ihrer Kinder und sich selbst aufzukommen. Ohne Krippeplatz stellt sich das oft als Herausforderung heraus. Abgesehen davon hat auch jede Mutter, wie jeder andere Mensch auch, das Recht arbeiten zu gehen. Hier zwischen männlein, weiblein und neutrum zu unterscheiden ist schlichtweg sexistisch. Mixa sollte anfangen sich von dem Familienbild zu lösen, wo Frauen am Herd sitzen und Männer arbeiten gehen. Gott - oder der Frauenbewegung - sei Dank, ist das nicht mehr so. Eine Gesellschaft die auf Grund des Geschlechts Unterschiede macht, ist diskreminierend und aus gutem Grund in emanzipatorischen Gesellschaften zumidnest formell überholt.
Donnerstag, 5. April 2007
Ahmadinedschad der Gütige
Erleichterte Gemüter in aller Welt, glückliche Soldaten, fröhliche Politiker und ein Gütiger Antisemit inmitten der Feierlichkeiten. Fast in einem Nebensatz erwähnte der iranische Präsident und erklärter Antisemit, Ahmadinedschad, gestern in einer Pressekonferenz die sofortige Freilassung britischer Soldaten. Obwohl sie, so Ahmadinedschad, das recht hätten die Soldaten vor Gericht zu stellen, vergen sie den britischen Gefangenen. Laut Teheran, waren die 15 Soldaten in iranische Hoheitsgewässer eingedrungen. London bestritt dies. London's Schilderung nach, wurden die Soldaten beim kontrollieren eines Frachters in irakischen Gewässern von zwei iranischen Schnellbooten überrascht, die die Soldaten dann in iranische Hoheitsgewässer entführten.
Im Iran wurden die Soldaten erst zu Schuldbekenntnissen gezwungen, dann sollten ihnen der Prozess gemacht werden, auch der Vorwurf der Folter wurde gegen den Iran erhoben; aber wie aus heiterem Himmel taucht der Retter Ahmadinedschad auf und verkündigt die Freilassung der Soldaten, als "Geschenk an das britische Volk". Was an der Geschichte stinkt, ist dass Ahmadinedschad nichts gegen Entführung, (mögliche) Folter und (erzwungene) Schuldbekenntnissse unternommen hat. Schlimmer noch. Einigen Kapitänen, die an der Verschleppung der Soldaten beteiligt waren, verlieh er Auszeichnungen für ihre Dienste. Ein paar Stunden später schüttelte er lächelnt den neu eingekleideten Soldaten, vor laufenden Kameras, freundschaftlich die Hand.
Abgesehen von einem um 5 Dollar erhöhtem Ölpreis - das sind täglich 12 Mio. Dollar Mehreinnahmen für den Iran - dürfte sich Ahmadinedschad damit ebenfalls Internationale Anerkennung für seine Gutmütigkeit eingeheimst haben. Vorallem hat der Iran aber eines bewiesen: vor militärischen Aktionen macht er nicht halt. Wie weit sind wir jetzt noch von der Auslöschung Israels entfernt?
Zur Erinnerung:
Am 2. 11. 2005 sagte Ahmadinedschad:
"Unser lieber Imam [Khomeini] hat in seinem Kampf gegen die Welt der Arroganz das Regime, das Jerusalem besetzt, zu seinem Hauptangriffspunkt gemacht. Ich zweifle nicht daran, dass die neue Welle, die im geliebten Palästina begonnen hat, sich in der gesamten islamischen Welt ausbreiten wird. Es handelt sich um eine Bewegung, die als Welle der Moral sehr bald den Schandfleck [Israel] aus der Mitte der islamischen Welt beseitigen wird – und das ist machbar."
Die Urananreicherung und die damit verbundenen Atomwaffen, würden ihr übriges tun um Israel zu vernichten. Wie lang will die Welt sich das noch tatenlos ansehen?

